Review

Hotelerbin Paris Hilton auf einem Horrortrip, den sie nicht vergessen wird.

Story:
Ein altbekanntes Szenario - 6 Teens sind auf dem Weg zu einem Footballspiel und wollen eigentlich nur ein ruhiges Wochenende verbringen. Da taucht dann plötzlich ein Laster mitten in der Nacht auf, dessen Fahrer die Gruppe eine Weile beäugt. Am nächsten Morgen ist ein Auto defekt, weswegen zwei in die nächste Stadt wollen. Dort gibt's u.a. ein Wachsfigurenkabinett. Das Besondere daran ist nicht nur, dass das Haus komplett aus Wachs ist, sondern auch keine Berühmtheiten dort verewigt wurden. Schon bald beschleicht unsere Helden ein ungutes Gefühl - doch zu spät. Die verrückten "Künstler" haben schon ihr erstes Opfer gefunden und ein zweites gefoltert. Zeit für die anderen einzugreifen. Doch einer nach dem anderen stirbt, bis die verbliebenen zwei dem Wahnsinn schließlich ein Ende machen...

"House Of Wax" bietet nichts grundlegend Neues oder Aufregendes, was man nicht schon aus ähnlich gestrickten Filmen kennen würde. Bestes Beispiel hierfür dürfte wohl "Das Texas Kettensägenmassaker" sein, der für diesen Film ziemlich deutlich Pate stand, auch wenn "House..." eine ganze Klasse besser ausgefallen ist.

Warum er trotzdem nur durchschnittlich ist - viel zu langsam kommt die eh schon ausgelutschte Story um verängstigte Teenager und wahnsinnige Hinterwäldler ins Rollen. Der Film lässt sich Zeit - fast 50 Minuten um genau zu sein - damit die Charaktere vorgestellt werden können und viel unnützes Bla Bla erzählt werden kann. Erst als die beiden Brüder ihr erstes Opfer finden, kommt ein bisschen Bewegung in die Sache und der Film verdient durch einige schon recht derbe Effekte endlich die "Keine Jugendfreigabe"-Auszeichnung, mit der ja groß angegeben wurde.

Jetzt ist es aber leider nicht so, dass das große Schlachten beginnen würde, denn wie immer bei solchen Typen des Horrorfilms ist die Anzahl der Opfer halt stark begrenzt. Im Klartext: Gerade 4 Teens (der beste Tod geht an Paris Hilton - die Stange durch den Kopf sieht schon klasse aus) und die beiden Verrückten sterben im Verlauf der über 100 Minuten, das Geschwisterpaar überlebt. Eindeutig zu wenig für die enorme Laufzeit, auch wenn die Morde für einen neuen Horrorfilm ziemlich deftig ausgefallen sind. Andererseits wäre es aber auch geradezu lächerlich gewesen, wenn man hier auch noch auf PG13 runtergeschitten hätte.

Ich verstehe auch nicht so ganz, was sich die Macher dabei gedacht haben. Warum müssen wir erst so lange die Gruppe bei ihrem Treiben beobachten? Ist doch völlig überflüssig! Meiner Meinung nach sollten solche Filme maximal 80 Minunten dauern, gut 10 Minuten davon für eine kurze Einleitung und dann sollte es auch schon in die Vollen gehen. Das ist hier leider nicht der Fall und so werden die - zweifellos guten - Mordsequenzen immer wieder von langatmigen Dialoggesülze oder sonstigem Kram unterbrochen, was den Film vor allem am Anfang äußert träge werden lässt. Wenigstens sind die Effekte zum Großteil handgemacht, nur am Ende, als das Haus schmilzt, kommt kurz CGI zum Einsatz.

Fazit: Kürzere Laufzeit, mehr Opfer, dann wäre aus "House Of Wax" mehr geworden aus nur ein durchschnittlicher Horrorfilm mit ein paar brutalen Morden. Einmal anschauen reicht - Erinnerungen dürften auch aufgrund der nicht gerade berauschenden schauspielerischen Leistungen kaum zurückbleiben.

5 von 10 Punkten

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