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Eine Gruppe Jugendlicher ist auf dem Weg zu ihrer grossen Party im Wald während sie mitten im Nirgendwo eine Autopanne haben. Ein Teil bewegt sich in ein nähergelegenes Städtchen um Hilfe zu holen, doch was sie vorfinden ist bloss eine wie tot wirkende Siedlung und ein furchteinflössendes Wachsfigurenkabinett, vollgefüllt mit Figuren. Doch bald entdeckt die Teeniegruppe das traurige Geheimnis, denn schon bald werden sie von 2 Psychopathen gejagt, die ihre Wachsfigurensammlung erweitern wollen.

House of Wax, ein Remake des 56 Jahre alten Horrorklassikers "Das Wachskabinett des Doktor Bondis", ist ein richtig auf modern getrimmter Slasherstreifen, der fernab von heutigen Maßstäben und Neuinterpretationsschwächen, dennoch irgendwo frischen Wind in die ach so ausgelutschten modernen Horrorfilme bringt. Natürlich fährt er mit seiner typischen Teeniestory mit Party im Wald und Autopanne die allermöglichsten Klischees auf, die in solchen Streifen allgegenwärtig sind, aber dennoch erweist sich der Film als allzu solide unterhaltender Slasherstreifen der besonderen Art. Und dabei meine ich sicherlich nicht die Charakterentwicklung, denn die sind zum grössten Teil doch nur Abziehbildchen, allen voran sicherlich die vollkommen unbegabte Paris Hilton, die ihre eigentliche Berufung auch hier mal wieder gefunden hat. Doof aussehen und spärlich bekleidet die Partymieze mimen. Naja, wenigstens erfüllt sie in Sachen Mordtechniken ihren Zweck, denn House of Wax ist in seiner Gewaltdarstellung recht graphisch explizit und wenn eine gewisse Paris H. von einem rostigen Rohr einer Hirnüberprüfung unterzogen wird, ist dass wirklich schön mitanzusehen. Wie auch der Rest der dargestellten Effekte, die eben den besagten frischen Wind in die doch so vorhersehbare Inszenierung bringt. Die eingewachsten Menschen verbreiten dabei die richtig passende Stimmung und wenn einer am lebendigen Leib mit Wachs einbalsamiert wird, verfehlt das seine Wirkung nicht im geringsten. Die ganze Entwicklung der Story ist sicherlich solide, der Horror dahinter allgegenwärtig und auch wenn mir das Original bekannt sein sollte, bin ich positiv von dieser Produktion überrascht. Neuartiger Teeniehorror, Paris Hilton oder Dark Castle Produktion (Gothika, Ghost Ship) hin und her, ein Totalausfall mag anders aussehen und das wird an dem effektreichen Finale abermals deutlich. Das ist dann wiederrum extrem gut anzusehen, wenn das House of Wax im flammenden Inferno auseinanderfällt.

Fazit:
Oberflächlich betrachtet sicher ein seelenloser Teeniehorror mit stumpfen Charakteren und lästigen Dialogen und Entwicklung. Doch unter dieser Schicht steckt dann dennoch potenzieller Horror der soliden Sorte, graphisch wie auch in seiner geistlischen Wirkung.

64%

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