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Nach vielen Jahren von Therapie und Isolation wird Juan aus dem psychiatrischen Krankenhaus entlassen. Er kommt bei seiner Tante und seinen drei Cousinen unter, die ihm allesamt nicht herzlich gesinnt sind. Bald stellt sich folgende Frage: Ist Juan wirklich wahnsinnig oder will ihn die Tante nur um das Erbe seiner verstorbenen Mutter bringen…?

Die spanisch-französische Produktion ist ein Genre-Bastard. In Zeiten, in denen andere vermehrt auf Giallo, Frauenmörder oder gesellschaftskritische Science Fiction setzten, beschreitet EIN TOTER LACHT ALS LETZTER ganz eigene Wege. Der Film präsentiert sich als Psychothriller mit Anwandlungen einer schwarzen Komödie. Juan spielt seinem Umfeld fiese Streiche. Highlight: die Szene, in der er sich „die Augen raus reißt“. In anderen Momenten gibt sich der Film eiskalt und unberechenbar. Szenen von Kühen beim Schlachter. Die Cousine wird „fast“ vergewaltigt und die Tante von Bienen zu Tode gestochen. Der zur Zeit der Franco-Diktatur entstandene Film ist ein sehenswertes Kuriosum. Der Kult um den Film wurde lange Zeit von seiner Seltenheit untermauert. Erst kürzlich erlebte der Streifen eine längst überfällige deutschsprachige DVD-Auswertung in Österreich. Auch die Geschichte um den Film ist düster und interessant zugleich: Am letzten Drehtag stürzte der Regisseur vom Kirchturm, der im Finale eine wichtige Rolle spielt, in den Tod.

Der Film ist schwer einzuordnen. Auch mit Vergleichen tut man sich hart. Ähnlichkeiten weist er zu THREE ON THE MEATHOOK auf, bei welchem man ebenfalls über den genauen Geisteszustand des Protagonisten im Unklaren gehalten wird.

"Der Tod ist nur ein Übergang."

Fazit:
Ab in die Ewigkeit.

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