Inhalt:
China vor vielen Jahrzehnten. Die Han-Brüder, Han Shou (Alan Tang) und Han Chiang (Charlie Chin), halten fest zusammen, und sollen eines Tages den Waren-Handel ihres Vaters und ihres Onkels übernehmen. Die beiden sind immer hilfsbereit und auf Seiten der Gerechtigkeit.
So auch, als die Vergewaltigung einer jungen Frau durch den skrupellosen Liu Piao (Chiang Nan) bevor steht. Die Han-Brüder greifen beherzt ein.
Liu Piao will sich nunmehr an den Han-Brüdern rächen..., er, der die Händler erpresst. Die Frau (Ingrid Hu) eines seiner Opfer (Chu Mu) sieht keine andere Möglichkeit, als sich Liu Piao sexuell hinzugeben. Daraufhin greift ihr Mann Liu Piao an, und wird von Liu getötet. Die Frau begeht nunmehr Selbstmord und die 3 kleinen Kinder werden zu Vollwaisen.
Liu Piao ist selbst feige..., und so sind es insbesondere 2 brutale KungFu-Kämpfer (Pai Ying, Tony Liu) auf die er sich verlässt. Diese überfallen einen Waren-Treck der Han-Brüder und töten deren Onkel.
Han Chiang und Han Shou trainieren nunmehr die KungFu-Technik des "Iron Palm", um blutig Rache nehmen zu können....
Fazit:
Dies ist ein früher, sehr einfacher und kostengünstiger Eastern, den Regisseur Chu Mu im Jahre 1971 für das kleine Studio der San Yang Films abdrehte.
Ein B-Eastern, der mir nur bedingt gefallen konnte, da er doch billig gemacht ist, wie von der Stange wirkt, und seine Geschichte nicht richtig flüssig umsetzt.
2 Helden reiten durch eine pittoreske Fels-Landschaft..., 2 Brüder zumal. Sie retten eine junge Dame vor dem Missbrauch. Shaw-Bösewicht Chiang Nan ist hier der Villain, der feige und skrupellos zugleich ist, und das auch gewohnt gekonnt spielt.
Der Onkel der Helden wird von den Schergen des Villain getötet. Das Rache-Motiv ist gegeben...., Training in einer KungFu-Technik, die Erfolg verspricht...., Endfight. Alles 1.000 Mal gesehen...., eine typische Eastern-Story. Wäre ja auch okay gewesen..., um aber noch einen drauf zu setzen und wenigstens 70 Minuten Laufzeit zu erreichen, baut Chu Mu noch mal eben eine Nebenhandlung mitten drin ein, in welcher Ingrid Hu und eben Chu Mu Opfer der Machenschaften des Villain werden.
Der Streifen wird hier auf eine andere Ebene gebracht, die mit den Helden-Brüdern nicht direkt im Zusammenhang steht. Dies wirkt wenig flüssig arrangiert, und ist schon ein Manko. Es wirkt etwas zusammengeschustert.
Immerhin agiert hier Ingrid Hu darstellerisch überzeugend..., sie sieht keinen anderen Ausweg, als sich Chian Nan sexuell hinzugeben..., und sich entwürdigend missbrauchen zu lassen. Das stärkt zudem den Hass des Betrachters auf die Figur, die Chiang Nan hier verkörpert.
Die Regie nimmt dann den Faden wieder auf..., die Han-Brüder gehen ihre Rache an..., und die Schergen des Villain sind nicht gerade Kanonen-Futter.
Alan Tang und Charlie Chin agieren als zusammenhaltende Brüder, als Helden. Dies unaufgeregt, wohltuend ruhig in der Darstellung..., aber dynamisch, wenn es drauf ankommt. Sie stehen nicht immer im Zentrum des Streifens..., vielleicht aber auch ganz gut so.
Ingrid Hu spielt richtig gut..., Chiang Nan wie erwähnt richtig gekonnt in seinem durch zahlreiche Darstellungen bei den Shaw Brothers gestählten Rollen-Bild.
Die beiden Männer fürs Grobe..., das sind Tony Liu und Pai Ying, letzterer ja fast eine Villain-Ikone in der Eastern-Branche. Ihr agiler Kampf-Stil ist auch hier gefragt.
Der Rest des Ensembles ist Staffage..., doch sieht man überraschende Gast-Stars in sehr kleinen Auftritten..., wie Lee Man Tai und -man glaubt es kaum- Chen Kuan Tai, MegaStar der Shaw Brothers in den Folge-Jahren.
Wichtigstes in einem Eastern..., die KungFu-Action. Dies ist ein früher Eastern und für ein sehr kleines Label entstanden. Dafür sind die Fights, die nicht sehr hochklassig sind, noch in Ordnung, viel war eh nicht zu erwarten und die vorliegende Fassung ist zudem cut.
Doch sind die Aktionen rasant, dynamisch und es ist ein reeller KungFu-Stil...., mit zunehmender Laufzeit werden die Kämpfe härter und blutiger..., im Endfight der Brüder gegen Pai Ying gibt es noch besondere Schnitt-Technik und Kamera-Winkel. Insgesamt konnte man noch zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass dies ein B-Eastern mit bescheidenen Möglichkeiten ist. Einige Außen-Aufnahmen, eine pittoreske Fels-Landschaft durchritten von den 2 Helden..., reißt atmosphärisch noch ein bissel was raus.
Ein B-Eastern der mittleren Kategorie...., 5/10 Punkte, was für "zwischendurch" wohl nur für eingefleischte Eastern-Fans.