Review

In irgendeinem Dörfchen in Transsilvanien ist Frankensteins Monster gesichtet worden. Der Chefredakteur eines Käseblättchens schickt die beiden trotteligen Reporter Jack und Gil nach Osteuropa, um in der mysteriösen Sache nachzuforschen. In der besagten Stadt angekommen, treffen die beiden nicht nur auf den durchgeknallten Bürgermeister des Örtchens, sondern müssen feststellen, dass neben Frankenstein auch noch ein Wolfsmensch, eine Mumie und eine nymphomanische Vampirin die Gegend unsicher machen. Hat da etwa ein Mad Scientist seine Finger im Spiel...? Obwohl hier mit Rudy De Luca ein Mann aus dem engeren Arbeitsumfeld von Mel Brooks auf dem Regiestuhl gesessen und das Skript geliefert hat, der zuvor auch an solchen echt witzigen Streifen wie "Mel Brooks letzte Verrücktheit: Silent Movie" und "Mel Brooks Höhenkoller" beteiligt gewesen ist, ist "Transylvania 6-5000" leider doch nur eine bemitleidenswert dümmliche Klamotte geworden, bei der viele mit dem Holzhammer verabreichte Gags derart flach fallen, dass man nicht mal mehr sachte über sie schmunzeln kann. Völlig überdreht und ohne echtes Gespür für das Genre werden hier Slapstick-Momente, Situationskomik und laue Witze aneinandergereiht, so dass sich dem Zuschauer doch der Gedanke aufdrängt, dass De Luca seinem Mentor da echt mal genauer über die Schulter hätte blicken müssen, um auf den Trichter zu kommen, wie man eine brauchbare Persiflage zusammenbastelt... vergleicht man das Ganze nämlich mal eben so mit einem "Frankenstein Junior", dann merkt man schnell, wo der Frosch die Locken hat! Von einem tieferen Verständnis, geschweige denn einem gewissen Respekt vor den Vorbildern, die da mittels schlicht eingebrachter, phantastischer Motive regelrecht verwurschtelt und einem nun ohne großartiges Drumherum einfach so vor die Omme geknallt werden, ist da nichts zu spüren. Sehenswert innerhalb des veranstalteten Kasperle-Theaters ist da allenfalls noch die prominente Besetzung, die sich da redlich abmüht, dem Publikum wenigstens ab und an noch ein verschmitztes Grinsen abzuringen, wo das Material an sich nicht wirklich viel hergibt. Für den Cast dürfte dann auch ein Großteil des Produktions-Budgets draufgegangen sein, denn optisch macht "Transylvania 6-5000" nicht viel her... und auch die Kostüme und Make-Ups der Monster sind nicht das, was man sich von einer Major-Produktion wie dieser erhoffen würde und rangieren wirklich nicht besonders weit über einem "Samstag, der 14." aus dem Roger Corman-Stall. Alles in allem dürfte das Ganze dann auch nur deshalb von Bedeutung sein, weil Jeff Goldblum und Geena Davis hier 1985 zum ersten Mal in einem halbwegs dem Horror-Genre zuzurechnenden Film gemeinsam vor der Kamera gestanden sind, bevor dann im Jahr darauf noch ein kleiner Streifen namens "Die Fliege" kam, der dann auch ein bisschen besser gewesen ist, newa...

4/10

Details
Ähnliche Filme