Nach seinem Megaerfolg mit dem Slasher Klassiker Halloween - Die Nacht des Grauen liefert Regisseur John Carpenter eine gelungene Biografie des legendären Sänger sowie Entertainers Elvis Aaron Presley ab.Dabei beginnt der Film mit dem unmittelbar bevorstehenden Comeback Konzert von Presley in Las Vegas an. Anlässlich dessen erinnert sich dieser an sein Leben. So begleitet der Zuschauer anschließend dem King von der Kindheit über die ersten Hits bis zum Hype, welches Elvis ein normales Leben unmöglich machte, sowie das Kennenlernen seiner großen Liebe Priscilla und die Geburt der gemeinsamen Tochter.Getragen wird der kurz nach dem Tod von Presley entstandene Film, welcher für das amerikanischen Fernsehen gedreht wurde, vor allem von seinem hervorragenden Hauptdarsteller Kurt Russel. Sowohl in Sachen Mimik als auch Gestik zeigt sich der damals noch am Anfang seiner Kariere befindliche Russel in Bestform und liefert hier vielleicht sogar die beste Performance seiner Laufbahn ab. Aber auch die anderen Darsteller können überzeugen und sorgen mit der authentischen Ausstattung sowie der sicheren Regie für eine gelungene Zeitreise in die 50er und 60er. Auch musikalisch gibt sich der Film keine Blöße da hier der Soundrack sich praktisch ausschließlich aus der Musik des King of Rock ´n´ Roll zusammensetzt. Auch wirkt der Film trotz seiner Lauflänge von fast 160 Minuten homogen und Leerlauf entsteht erfreulicherweise kaum.
So bleibt als einziger großer Kritikpunkt das der Film die negativen Aspekte im Leben von Presley fast vollkommen ausspart und der King in nahezu positiven Licht präsentiert wird. Dies mag aber auch damit begründet sein, das zwischen dem Tod und der Entstehung des Filmes knapp zwei Jahre lagen und die Wunden über den plötzlichen Tod noch zu frisch waren.
8 Punkte aber verdient sich die erste von fünf Zusammenarbeiten zwischen dem Kult Regisseur sowie Russel ohne Probleme.Angemerkt sein noch das ich in der Review keinen Bezug darauf genommen habe, inwieweit die Biografie der Wahrheit entspricht, da mir hierfür das nötige Wissen fehlt. Erfreulicherweise gelingt es dem Film aber definitiv sein Hauptcharakter für den Zuschauer greifbar zu machen. Ebenfalls fußt die Bewertung auf der Sichtung der amerikanischen Originalfassung von 160 Minuten.