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Ein Film mit einem Chaot, gemacht für Chaoten: David Spade, dessen Karriere wie die von so vielen Komikern bei „Saturday Night Live“ begann, spielt Joe Dreck. Ein Loser im Quadrat, bei dem anscheinend alles zu Scheiße wird, was er anfasst. Als roter Faden zieht sich die Suche nach seinen Eltern durch sein Leben, aber aufgrund seines ungewöhnlich niedrigen Intelligenzquotienten soll es Jahre dauern, bis er sie schließlich findet...

Aus irgendeinem Grund kann ich Joe Dreck für seine abnormale Blödheit nicht böse sein, was wohl den meisten nach Sichtung dieser Komödie so geht. Ein geborener Verlierer, einer der einem auf den Geist geht und mit dem man schon wegen seiner prolligen Vokuhila-Frisur eigentlich nichts zu tun haben möchte. Doch je länger man den Film sieht, desto sympathischer wird dieser Tollpatsch, denn er will ja niemandem weh tun, sondern nur seine Eltern finden. Und dann tut einem dieses Kerlchen irgendwann doch leid, wenn es fortlaufend von einem Radiomoderator verarscht und von den Medien ausgenutzt wird, welche sogar seinen geplanten Selbstmord im großen Stil übertragen wollen. Richtig gelesen, es finden sich sogar kritische Ansätze in „Joe Dreck“, was aber nicht heißen soll, das hier würde eine klitzekleine Spur von Niveau besitzen. Ansonsten gilt nämlich: Erlaubt ist, was unter die Gürtellinie geht. In etwa so, dass Joe einen Meteoriten mit sich herumschleppt, der in Wahrheit gefrorene Scheiße ist, die Hoden eines Hundes auf der Veranda festfrieren oder Joe gerne Sex mit seiner Schwester hätte. Und so weiter und so fort.

Wer bereit ist, seine Ansprüche herunterzuschrauben, wird mit blödem, aber unterhaltsamen Klamauk belohnt, der bis auf den Ausflug zum Wüstenindianer kaum Längen kennt. Nicht zu vergessen der ordentliche Soundtrack und eine ultraheiße Brittany Daniel, die nicht die einzige scharfe Schnecke ist, die Joe Dreck über den Weg läuft. Anspruchslosestes Entertainment mit ein klein wenig Kultfaktor – kann manchmal auch schön sein!

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