Review
von hudeley
Alien Abduction
Jean und drei ihrer Freunde werden während eines Campingausfluges von Aliens entführt und sehen sich an Bord des Raumschiffes barbarischen Experimenten ausgeliefert. Als Jean wieder zu sich kommt befindet sie sich in einem geheimen, von der Regierung geleiteten Krankenhaus wieder. Sie wird unter Drogen gesetzt und muss diverse Tests über sich ergehen lassen, aber als ihr die Flucht gelingt entdeckt sie ein schreckliches Geheimnis...
Filme von B-Movie Regisseur Eric Forsberg finde ich durchaus unterhaltsam. Was mir an ihm gefällt ist, dass seine Filme extrem verschieden sind: "Megapiranha" war CGI Trash in Reinkultur, "Night Of The Dead" war ein sehr spaßiger Zombiesplatter Streifen und "Torture Room" gehört eindeutig ins richtig fiese Sicko-Genre.
"Alien Abduction" ist wiederum anders, denn wer denkt, dass hier eine Trashgranate abgebrannt wird, der irrt sich. Der Anfang im Wald, also die Entführung, war atmosphärisch dicht und vollkommen packend. Vorallem, weil die Alienmasken sehr sehr gut sind. Die ganze Szene wird mit ein paar kruden Gore FX gekrönt und plötzlich erwacht unsere Hauptcharakterin in einem Militärkrankenhaus.
Und hier wird es dann überraschend: anstatt es sich einfach zu machen und einfach nur eine trashige Entführung mit etwas Splatter abzuliefern, spinnt Forsberg hier eine regelrechte Verschwörungstheorie - die ich aber aus Spoliergründen nicht ausführen möchte.
Am Ende bekommen wir eine durchaus gelungene Wendung präsentiert, die dem ganzen Film noch zusätzlich einen vollkommen neuen Anstrich verpasst.
Für meinen Geschmack hätte die Szene im Wald ruhig noch etwas länger sein können, denn da gab es auch die meiste Spannung. Die Idee mit dem Militärkrankenhaus ist durchaus gelungen, aber leider geht dem Film zur Mitte hin etwas die Puste aus, ehe er sich gegen Ende wieder halbwegs fängt.
"Alien Abduction" ist zwar absolut kein Meisterwerk, aber allemal guter Durchschnitt. Für B-Film Freunde empfehlenswerte
6/10