"Karussell der Puppen" - so der Titel dieser Seifenoper, die Mitte der 80er Jahre versuchte, auf dem Glamour-Glitzer-Erfolg von "Denver" & Co mitzuschwimmen... Leider, oder auch zum Glück, ging diese Miniserie in der soapigen Trash-Welle der damaligen TV-Landschaft unter und mit ihrem Konzept eiskalt baden. Als "neue" Soap-Perle konzipiert, sollte "Paper Dolls" (so der Originaltitel) im Zicken-Metier glamouröser Models angesiedelt länger Bestand haben als die Weinberg-, Öl- und Sackgassen-Saga im Stil von "Falcon Crest", "Dallas" oder "Unter der Sonne Kaliforniens", überlebte aber keine dieser Serien und konnte sich nur für eine Staffel im amerikanischen Fernsehen behaupten.
Gründe für die recht rasche Absetzung findet der kritische Zuschauer viele: durch die Bank weg steif agierende und uncharismatische Darsteller, gekünstelte Dialoge, eine Handlung, die nie richtig in Gang kommt und den Zuschauer durch alle konstruierten familiären Bande der Modezaren-Präsidenten auch nach der 4. Episode noch verwirrt, vorhersehbare Handlungen, Plakativität, etc. rufen letztlich nur eines hervor: Langeweile! Diese kann auch nicht durch "Desperate Housewife"-Aktrice Nicollette Sheridan in einer ihrer ersten TV-Rollen überwunden werden...
Sicher, "Paper Dolls" ist lediglich eine Seifenoper, die dem entsprechenden Zielpublikum gerecht wird, aber mehr Qualität haben ähnliche Formate Jahre zuvor bewiesen - und dementsprechend Raum für qualitative Vergleiche geschaffen.