Review

Jennifer Love Hewitt
Spätestens seit „Heartbreakers“ gehört sie zu meinen Lieblings-Eye-Candys Hollywoods, was dazu führt, sich auch mal Filme auszuleihen, die man genrebedingt eher umgeht, wenn da nicht eben diese Frau die Hauptrolle bekleiden würde. Kurzum: Schön sie zu sehen, aber der Film taugt nicht viel.

JLH bekleidet die Rolle der Katya Livingston, die in einer Werbeagentur arbeitet und am Aufstieg in der High Society San Franciscos arbeitet. Der Königsball steht an und verspricht ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis zu werden. Dummerweise hat Katya es sich mit der Gastgeberin verdorben und somit bleibt ihr die Eintrittskarte in Form eines goldenen Schlüssels verwehrt. Fast jeder in ihrem Umfeld scheint diesen Schlüssel erhalten zu haben, so muß sie sich Wege einfallen lassen, um doch noch an die begehrte Eintrittskarte zu kommen…

Es ist eine dieser Komödien, bei der auf Sparflamme harmlose bis belanglose Gags gebracht werden, bei der nicht einmal ein Schmunzeln entsteht.
Es ist eine dieser Komödien, bei der der Zuschauer schon im Voraus jede Sequenz vorhersagen kann.

Katya muß gegen ihren schlechten Ruf als Primadonna ankämpfen und bleibt weiterhin bei „Nächstenliebe ist nichts für mich“, bis sie beim Showdown vor 250 VIPs „Confessions“ bringt. Eine öffentliche Selbsterkenntnis, die nur im weichgespülten Hollywoodfilm zu finden ist, denn nachvollziehbar ist diese plötzliche Sinneswandlung aufgrund der einfältigen Story natürlich nicht.
So versumpft der Film in unzähligen Klischees: Der schwule beste Freund, die esoterisch veranlagte Freundin, der aufstrebende Yuppie, der ihr die Stelle in der Agentur streitig machen will und natürlich der schöne Unbekannte, dem Katya ein paar mal begegnet und dessen wahre Identität zu vermeintlichen Twists beitragen soll.
Schon fast ärgerlich hingegen sind die Sequenzen mit dem Patenkind aus Uganda, was wohl als seichte Sozialkritik verstanden werden soll, aber unangebracht inszeniert wurde und während des Showdowns das Bild einer komplett heilen Welt vervollständigt.

Der Film bietet nichts weiter als eine lieblose und uneigenständige Zusammenfassung aller „flockigen“ Komödien der letzten Jahre.

JLH bewegt sich zwar sexy wie eh und je, aber die Zicke im Businesslook steht ihr nicht gut zu Gesicht. Das hat bei „Heartbreakers“ noch gut funktioniert, eine hinterlistige junge Lady, die ihre körperlichen Reize sprechen lässt, aber doch einen weichen Kern besitzt. Das zündet bei „Confessions“ nicht, da das oberflächliche Drehbuch nur stereotype Figuren zulässt und ihr Charakter komplett einseitig dargestellt wird. Mit Emotionen hat man es da nicht so und deshalb wirkt ihre Figur auch nur wie ein x-faches Abziehbild eines Klischees ohne Facetten.

Ich würde gern Positiveres über diese Komödie berichten, aber sie versagt in allen wesentlichen Punkten. Die Story x-mal dagewesen, die Gags harmlos bis belanglos und JLH zeigt in ein paar wenigen Szenen ihren hübschen Körper in Unterwäsche. Ohne die würde Mann nach einiger Zeit schon gar nicht mehr hinsehen…Wie sehr müssen sich da alle anderen langweilen…
3 von 10 Punkten

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