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Jennifer Love Hewitt gehört auch heute noch, 10 Jahre nach "Ich weiss was du letzten Sommer getan hast", zu den absoluten Oberschnuckels von Hollywood. Nicht nur das sie atemberaubend schön ist, sie hat auch das gewisse Etwas, was vielen Hollywood-Stars in ihrem Alter einfach fehlt. Was das genau ist kann man zwar nicht so recht sagen, doch wer sie kennt, der weiß was ich meine. Leider hat unsere Jenny aber, trotz ihrer langjährigen Hollywood-Karriere, anscheinend kein Glück was ihre Rollen angeht. Wirklich anspruchsvoll war da bisher noch keine, immer war sie entweder auf das liebe Ding von Nebenan oder das perfekte Biest im sexy Outfit fokussiert, welches durch seinen Charme und der Ausstrahlung glänzt, aber nicht unbedingt durch mehr. Eine wirkliche Herausforderung gab es für Love Hewitt jedenfalls noch nie. Auch nicht in "Confessions - Ein unsoziales Party Girl" einem weiterem Film, der nur durch Jenny ansehbar bleibt.

"Verlieben verboten", so der wirklich mächtig originelle Titel eines deutschen TV-Senders für diesen Film, ist eigentlich eine typische US-TV-RomCom, wie sie im Buche steht, nur leider in einem Buch das für die wirklich Blöden geschrieben wurde. Denn dieser Streifen ist Schnodder, und zwar übelster. Es geht um die überall bekannte Geschichte der verwöhnten Zicke, die sich in das liebe Fluffelhäschen verwandelt, welches gleich am liebsten alle sofort knuddeln möchten. Zwischendurch gibt es da natürlich ein paar peinliche Zwischenfälle und allerlei Jux und Dollerei der dusseligsten Sorte. Logik, Sinn und Verstand gibt es nicht, hier regiert nur ein schaler Gag am nächsten. Auf die Geschichte wird wirklich keinen Pfifferling gelegt, geschweige denn versuchte man irgendwo Innovation unterzubringen. Alles schon tausend Mal gesehen und hier nun zum X-ten Mal ungenüsslich wiedergekäut.

Dabei sind die Witze aber auch wirklich nur von der abgestandensten Sorte. Entweder darf man sich in fürchterlich flachen und lächerlichen Dialogen wälzen oder Hauptfigur Katya Livingston albert auf peinlichste Weise herum. Nichts bringt die schrottige Handlung voran, kein Witz ist den Schreibern zu doof um ausgeschlachtet zu werden. Fäkal-Attacken sind dabei zwar, glücklicherweise, nicht auszumachen, aber hier ist es manchmal schon fast soweit, dass man sich eine dieser Attacken wünschen würde, nur um die langweilige Juxerei endlich mal etwas aufzupeppen. Hier wendet man sich also nicht vor Ekel ab, sondern schlummert höchstens, vor dem langweiligen Girlie-Fashion-Getue für 14jährige, bald seelig ein. Na ja, wenigstens bleibt einem die Kitschtube größtenteils erspart.

Das man aber dennoch permanent wachbeleibt, dafür sorgt einzig und allein Jennifer Love Hewitt, die einem hier zwar irgendwie leid tut, dass sie schon wieder für so einen Schmarrn den Vertrag unterzeichnet hat, die einem aber auf der anderen Seite doch noch mit der ein oder andere amüsante Stelle versorgt. Nicht nur das sie dieses mal wirklich Eyecandy pur ist, in dem sie uns unter anderem aller paar Minuten in Schlafanzug, Häschenkostüm oder Reizwäsche vor die Augen tritt, durch ihre quirlig sympathische Art, sowie ihrem zum dahinschmelzenden Lächeln, kann sie auch sonst für viel Wohlgefallen beim männlichen Publikum sorgen. Und das sie auch schauspielerisch durchaus was drauf, beweist sie uns auch hier wieder einmal eindeutig. Vielleicht kriegt sie ja doch irgendwann endlich mal die Möglichkeit, auch die anspruchsvollen Cineasten damit glücklich zu machen.

Fazit: Eigentlich eine hundsgemein dämliche TV-RomCom-Klamotte, wie sie für das amerikanische Fernsehen üblich ist, nur vielleicht noch ne Spur dämlicher und Innovationsloser als sonst. Eigentlich ein völlig überflüssiger Film, wenn da nicht unser Hollywood-Häschen Jennifer Love Hewitt wäre, die dieses Mal nicht nur ungemein viel fürs Auge zu bieten hat, sondern auch als einzige so manche Szene zu retten vermag. Somit komme ich auf 2 Punkte für den Film und 1,5 Bonuspunkten für unsere Jenny, die ich dann auch noch mit viel wohlwollen aufrunde. Wer Jenny also nicht mag (Gibt es denn da wirklich jemanden?), der lässt die Finger davon und alle anderen konzentrieren sich einzig und allein auf die Hauptdarstellerin. Und das ist in diesen Fall kein Vorschlag meinerseits, sondern ein Befehl!

Wertung: 3,5+/10 Punkte

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