Review

Das Remake des ersten Teils der "Amytiville" Reihe ist in Tradition der anderen Filme von Michael Bay unterhaltsames, aber teilweise doch etwas überfrachtetes Kino. Die angeblich auf Tatsachen basierende Geschichte der Familie Lutz, die in ein "Geister-Haus" zieht und beinahe durch die von väterlicher Hand geführte Axt dahingemetzelt wird, ist zwar kein gewohntes Effektspektakel, aber durchaus überdurchschnittlich unterhaltsam. Atmosphäre verströmt das böse Haus von Anfang an, der recht brutale Prolog ist mit seinen Gewitter-Schatten-Schnitten und des beklemmenden, inhumanen Grundtenors (selbst die Kinder werden abgeschossen) Appetit auf mehr machend. So dauert es auch nicht lange bis das Haus sich seinen neuen Bewohnern offenbart, atmet, lebt. Zu Tragen kommen die üblichen Klischees wie geheimnisvolles Flüstern, die blutenden Wände und ein - seit den Asiagruselern sehr beliebt - auftauchendes, totes Mädchen, das die Tochter immer wieder in Gefahren bringt. Auch ohne die Geschichte zu kennen, erahnt man meist schon was passieren könnte; kaum hat man sich von einem der - oft sehr effizienten - Schockeffekte erholt kommt schon der nächste. Zeitweise doch etwas arg hintereinander. Für seine Freigabe gibt es schon ein paar nette F/X, wenn es auch nach dem anfänglichen Familienmassaker keine weiteren Morde mehr gibt; zudem sind meist nur die Opfer nie aber die Taten an sich zu sehen. Insgesamt eher ein Film der auf Spannung, Musik und Atmosphäre setzt, denn (vor allem nicht so überragend: Daddy) darstellerischen Leistungen und Abwechselungsreichtümern. Handwerklich recht gut gemacht, inhaltlich etwas leer - kein Knaller aber trotzdem überwiegend unterhaltsam.

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