In den 70ern entstanden ein paar Horrorstreifen, die die Bezeichnung Kultfilm teilweise zu Unrecht tragen, denn auch das Original von „Amityville“ ist stellenweise recht behäbig ausgefallen. Das dachte sich wohl auch Regieneuling Andrew Douglas und verpasste der Story einen zeitgemäßen Anstrich und etwas mehr Tempo. Das Ergebnis kann sich zwar sehen lassen, doch mehr als x-mal durchgekaute Gruseleffekte auf Popcornniveau sind dabei nicht herausgekommen.
Die Story hat man im Vergleich zum Original kaum verändert: Junge Bilderbuchfamilie bezieht ein Haus, in dem ein Jahr zuvor eine Familie bestialisch ermordet wurde. Schon bald stellt sich auch bei Familie Lutz der Spuk ein…
…und dies geschieht (selbstverständlich) erstmals beim Poppen, als Stiefvater George(unten liegend) ein sich erhängendes Mädchen erscheint. Was folgt, sind übliche Zutaten eines Spukhausfilmchens, wie Dinge die sich von Geisterhand bewegen und Erscheinungen von Toten, die in allen Ecken auftauchen.
Etwas Neues kann man als Genrefan dabei nicht entdecken, aber die kühle graublaue Optik und das angemessene Tempo lassen das Treiben zumindest nicht langweilig werden.
Die austauschbaren Gesichter machen ihre Sache nicht schlecht und auch von den Kindern nervt nur Billy.
Am Ende werden einem sogar noch ein paar Erklärungen für den Spuk geliefert und das Finale (natürlich im Regen) kommt mit angemessener Dramatik daher.
Einen Meilenstein kann Douglas mit seinem Remake freilich nicht setzen, dafür bietet der Streifen zu wenig Neues auf dem Gebiet. Doch das flotte Tempo und die solide Optik retten den Fall unter die Durchschnittsmarke. Ein weiteres Remake dieser Art wird in nächster Zeit allerdings kaum von Nöten sein…
5 von 10 Punkten