Review

Man merkt einfach in letzter Zeit, dass Hollywood die eigenen Ideen ausgehen, denn wir werden mit Remakes nur so überschüttet. Amityville Horror ist das Remake des gleichnahmigen Filmes von 1979. Produziert wurde der Gruselschocker von Michael Bay, welcher schon das Remake zu " Texas Chainsaw Massacre " produziert hatte. Und man muss sagen hier ist ihm ein echter Coup gelungen, denn ich finde das Remake ausnahmsweise viel besser als das langweilige Original. Auf den Regiestuhl setzte man einen absoluten Neuling, nämlich Andrew Douglas. Man muss auch neue Regisseure fördern und man sieht ja hier, dass es funktioniert, denn der Mann versteht sein Handwerk sichtlich.
Eigentlich bin ich Derjenige wo immer die Originale besser findet, aber dieses Remake hat es wirklich in sich, dagegen ist der Film von 1979 nur ein laues Lüftchen.

Inhalt:
In Amityville wird 1974 die ganze Familie DeFeo grausam ermordet und zwar von einem Familienmitglied. Er behauptet, dass ihm das Haus befohlen hätte, dass er seine Familie ermorden sollte.
Ein Jahr später ziehen George und Kathy Lutz ( Ryan Reynolds und Melissa George ) in das Mordhaus ein. Doch der Spuk beginnt erneut. Ihre kleine Tochter Chelsea hat Visonen und George wird zunehmend agressiver. Auch ihm befiehlt das Haus bald seine Familie zu ermorden und er wird grausamen Wahnvorstellungen ausgesetzt. Die Familie versucht gemeinsam zu fliehen, doch das Haus lässt sie nicht gehen und am 28. Tag beginnt das Grauen erneut und George beginnt Amok zu laufen.

Ich bin absolut kein Fan von Geisterfilmen, Fantastereien. Aber Amityville Horror ist einer der besten Filme wo ich aus dieser Gattung jemals gesehen habe. Michael Bay hat sich hier, wie auch schon bei TCM zuvor, den richtigen Film herausgesucht. Allein schon der altmodisch wirkende Auftakt hat grausame Bilder zu bieten, nur das Geflacker nervt etwas, aber schon hier ist die Spannung unerträglich.
Da der Film mit seinen 85 Minuten sehr kurz ist, wurde er sehr rasant umgesetzt, es gibt keinerlei Durststrecken, er neigt nicht zur Geschwätzigkeit, nein, man kommt zur Sache und zwar sehr schnell.
Das Haus könnte unheimlicher nicht sein. Es ist riesengroß, sehr altmodisch, überall Geräusche, dazu der Einsatz von Nebelmaschinen. Dies alles treibt die Spannung in die Höhe.
Untermalung bietet ein mehr als nur unheimlicher Score. Man hat hier wirklich keine Sekunde Ruhe. Normalerweise kann man bei solchen Filmen immer mal zwischendrin aufstehen und sich einen Snack holen, aber hier, keine Chance, man ist viel zu gebannt.

Vor allem hat man hier nicht den Fehler gemacht und mit Blut und Schockeffekten gegeizt. Man wird fast jede Minute aufs Neue geschockt und die Szenen sitzen wirklich gut. Auch die Dämonen oder Geister bleiben hier nicht gänzlich unsichtbar, sondern zeigen sich des Öffteren. Auch Diese sind toll und gruselig gelungen. Mit dem roten Saft geht man auch nicht zimperlich um und daher sind einige Einstellungen sehr blutig. Ich rate Leuten, welche sich vor solchen Filmen fürchten dringenst ab, denn selbst der eingefleischte Fan kann hier noch geschockt werden.
Das hohe Tempo hält man bis zum grandiosen Finale durch, in dem es nochmal richtig zur Sache geht. Auch eine plausible Erklärung bekommt man geliefert und einige schräge Szenen, wie zum Beispiel der Auftritt der Babysitterin sogen für den nötige Drive und Humor.

Die Darsteller sind allesamt sehr glaubwürdig und auch die Kinder gehen einem mal nicht auf die Nerven.
Ryan Reynolds verkörpert George Lutz, einen netten Familienvater, welcher sich durch den Einfluss der Dämonen in eine richtige Bestie verwandelt. Diese Werdegang liefert er sehr gut, in einem perfekten Schauspiel ab.
Melissa George ist als Mutter Kathy Lutz vielleicht noch etwas zu jung, sie sieht zumindest so aus. Aber auch sie meistert ihre Rolle sehr gut.
Die meisten Darsteller von Amityville Horror sind eher unbekannte Gesichter, aber allesamt sehr glaubwürdig.

Fazit:
Ring, The Grudge, Boogey Man, alles nichts gegen dieses Remake, welches sogar mir, einem Geisterfilmhasser gefallen hat. Spannender und schockiger hätte man den Film nicht umsetzen können, man bekommt minütlich die Schockeffekte präsentiert, sehr blutige Szenen inklusive. Die Atmosphäre ist hübsch altmodisch und treibt mit dem Score die Spannung stetig in die Höhe. Langeweile hat hier keine Chance. Auch die Darsteller liefern eine sehr gute Vorstellung ab.
Hat mir wirklich gut gefallen, einer der Besten aus dem Genre. vor allem ein Remake, welches das Original weit hinter sich lässt.

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