Achtung, dieses Review enthält Spoiler!
Revival der 70er!
Rob Zombie hat es tatsächlich geschafft, einen Film zu schaffen der im Stile der großen alten Genrefilme der 70er daherkommt. Orientierte sich der Vorgänger noch an "TCM", so stand hier eher "The Hills Have Eyes" und "Last House On The Left" Pate, was nicht zuletzt an einem Wiedersehen mit Micheal Berryman und Ken Foree liegt. Allein der Anfang mit der herrlichen Titelmusik und den schlichten Anfangscredits ist einfach wunderbar nostalgisch gemacht.
Die Optik des Films weiß sowieso zu überzeugen, das Bild ist Grobkörnig und wirkt, als sei es auf altem Material gedreht und kaum nachbearbeitet und auch die Sets sind schlicht und einfach gehalten, was die Einöde der texanischen Wüste glaubhaft darstellt.
Ebenfalls der Soundtrack ist einfach passend ausgewählt und eine Wucht die man so nicht von Herrn Zombie erwartet hätte.
Auch die Story kommt schnörkellos und ohne große Überraschungen daher, was dem Film aber sehr gut tut, denn hier geht es vor allem um die Inszenierung.
Leider jedoch gibt es 2 Szenen die in dem Film wirklich störend sind und wie ein Zugeständnis an das Mainstream Kino wirken, und nicht ins Gesamtbild des Film passen. Zum einen wäre da diese nutzlose LKW-Unfallszene, sowie die Aufgesetzt wirkende Szene in der Tiny Otis und Spalding aus dem brennenden Haus rettet. Warum tut er Zombie das sich und vor allem dem Zuschauer an? So was Klischeebeladenes und überflüssiges... . Schade, denn hier wurde Potential verschenkt, dass den Film sonst wirklich hervorgehoben hätte!
Sicher muß man würdigen, dass es einer wagt heutzutage so etwas zu schaffen, dennoch versaut Zombie hiermit leider den Gesamteindruck.