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Die Firefly Family ist wieder da. Diesmal weniger durchgeknallt, aber nicht minder sadistisch. Nach einer Razzia werden sie von ihrer Farm vertrieben und Mutter Firefly wird gefangen genommen. Währendessen ist der Rest der psychopatischen Sippe auf der Flucht und nimmt in einem Motel die unglücksseligen Mitglieder einer Countryband gefangen und quälen und dezimieren sie Stück für Stück.. Doch selbst in ihrem eigenen Bekanntenkreis kann sich die Familie ihrer selbst nicht sicher sein.

2002 sorgte Rob Zombie mit seiner vollkommen durchgeknallten Horrorhomage für Aufsehen. Auch wenn man sich denken konnte, dass der Film aufgrund diverser Querelen mit Zensoren und Jugendschützern kein Superhit an den Kinokassen werden würde, hat er doch bis heute eine beachtlich grosse Fanbase. Mit The Devil´s Rejects bricht Zombie allerdings mit seinem eigenen Stil. Ich tue mich immer noch schwer damit, Haus der 1000 Leichen überhaupt als Film zu bezeichen. Ein Geisterbahntrip auf Koks kommt dem Ganzen näher als eine Kategorisierung in ein Genre. Als Horrorfilm war Haus der 1000 Leichen einfach zu durchgeknallt. Die Fortsetzung ist weit weniger abgedreht und schlägt einen ernsten Ton an. Nach Horrorelementen wird man bei The Devil´s Rejects mit der Lupe suchen müssen. Es ist ein dreckiger Roadmoviethriller mit einigen Westernanleihen und dem bereits bekannten schwarzen Humor aus dem Vorgänger.

Soetwas wie eine Geschmacksgrenze scheint Zombie allerdings nicht zu kennen. Die Firefly foltern und töten alles, was ihnen zufällig über den Weg läuft und haben auch noch richtig Spaß dabei. Nun bin ich auch nicht gerade ein Kind von Traurigkeit, aber es gab doch ein paar weinige Szenen, die ich grenzwertig fand. Besonders die Szene, in der eine Frau von einem Truck überrollt und ihre Überreste in Closeups auf der Strasse gezeigt werden, hat meinen Magen ziemlich rebellieren lassen. Dieses ist nur ein Beispiel von einigen potentiellen Geschmacksentgleisungen, die einen im Film erwarten.

Wenn man den Film zu keiner Sekunde ernst nimmt und sich darauf einlässt, kann ihn sogar mögen. Das ist jedoch eine vollkommen subjektive Ansicht, denn wie schon beim ersten Teil ist eine objektive Bewertung kaum möglich.
7,5/10

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