Review

Dreckiges Hardcore-Horror-Roadmovie im verblüffend authentisch wirkenden 70er-Stil. Weit besser als der Vorgänger.

Man, man, man, das ist schon starker Tobak, den Rob Zombie hier bietet, ein in Sachen Gewalt und Sprache drastisches Hardcore-Horror-Serienkiller-Roadmovie, nah am "Torture Porn"-Genre, das aber inszenatorisch dem dümmlich provokativen  Vorgänger "House Of 1000 Corpses" in allen Belangen weit überlegen ist.

Hier haben wir den seltenen Fall eines Musikers (Rob Zombie ist der Kopf der Metal-Band "White Zombie"), der sich auch aufZs Filmemachen (mittlerweile) versteht (wie man auch an Zombies "Halloween"-Remake gut ersehen kann).

Besonders überzeugt der dreckige, verblüffend authentisch wirkende 70er-Retro-Stil des Filmes; die debile Familie Firefly sieht aus, wie eine Mischung aus Manson-Family, Woodstock und Death Metal, die Farben des Filmes und die gekonnt eingesetzte 70er-Musik versetzen einen in diese längst vergangene Zeit zurück (sehr gelungen ist dieses Vorgaukeln einer 70er-Produktion übrigens auch in dem thematisch ganz anders gelagerten, gelungenen "Der Eissturm").
Ähnlich wie Tarantino ist Zombie zuerst einmal ein Fan - und das 70er-Hardcore-Horror-Kino liegt Zombie allem Anschein nach ganz besonders am Herzen: "The DevilŽs Rejects" ist seine Remineszenz ans Exploitationkino jener Jahre.

Danny Trejo spielt in einer Nebenrolle mit,  ein weiteres Plus - und es ist auch eine kleine Anzahl von 70er-Stars in Nebenrollen zu betrachten (u.a. Ken Foree aus "Dawn Of The Dead" aka "Zombie").

Zartbesaitete in Sachen Film sollten um dieses nihilistische Monstrum von Serienkiller-Horrorfilm, in dem selbst die "Guten" komplett sadistische Psychopaten sind, einen großen Bogen machen. Für alle anderen: Gute, kranke Unterhaltung jenseits des Mainstreams!

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