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…und noch ein Beitrag zur Culture-Clash-Thematik in Liebeskomödien. „Guess Who“ ist aber dabei in der oberen Region anzusiedeln. Mit Ashton Kutcher konnte man als Schwiegersohn in spe den Schwiegermama-Liebling und Milchbubi schlechthin im derzeitigen Hollywood gewinnen.

Zur nicht wirklich originellen Story: Broker Simon (Kutcher) und Freundin Thereza wollen heiraten und der Besuch bei ihren Schwiegereltern steht an, welche nach 25 Jahren ihr Eheversprechen erneuern wollen. Es gibt nur ein Problem: Simon ist weiß. Die Konfrontation zwischen dem Schwiegervater Percy der schwarzen Thereza und Simon bietet zahlreichen Anlass zu Konfrontationen und Komplikationen…

Wie schon gesagt: die Story um das Aufeinandertreffen zweier Hautfarben ist nicht wirklich neu. „Guess Who“ hätte eine seichte Komödie werden können, doch zwischen Ashton Kutcher („Ey Mann, wo is mein Auto?“) und Schwiegerpapa in spe Bernie Mac ("Ocean`s 12") fliegen nur so die Fetzen, was urkomisch ist. Ersterer offenbart ungewohnte Qualitäten als Erzähler rassistischer Witze am Esstisch (eine der witzigsten Szenen des Films) und Letzterer ist mit seiner brummigen Art schlicht zum Schießen. So zwingt er Ashton zum gemeinsamen Nächtigen in den Keller – wiederum auch sehr witzig. Auch Zoe Saldana als Thereza ist mehr als einen Blick wert, hat sie doch einen der schönsten Hinterteile der Filmwelt.

Schade nur, dass der Film dann am Ende doch so konsequent ist wie all die anderen Liebeskomödien und uns das Happy-End nach vorheriger Moral nicht aussparen kann. So ist „Guess Who“ ein überdurchschnittlicher, hoch unterhaltsamer und flotter Vertreter seines Genres geworden, der wohltuend einmal ganz ohne Ekel- und Fäkal-Humor auskommt. Etwas wirklich Neues ist hiermit aber nicht entstanden

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