Review

Cooles Remake von "Rat Mal Wer Zum Essen Kommt" mit Ashton Kutcher und Bernie Mac in den Hauptrollen.

Story:
Simon Green (Ashton Kutcher) hat eigentlich einen recht guten Job als Börsenmakler gehabt - zumindest bis vor kurzem. Denn er hat gekündigt und seiner Freundin Theresa (Zoe Saldana) noch nichts davon gesagt. Dann eröffnet sie ihm, dass sie zur silbernen Hochzeit ihrer Eltern eingeladen sind. Bei dieser Gelegenheit möchte sie Simon vorstellen und ihnen ihre Hochzeitspläne verkünden. Was Simon nicht weiss: Tehresa's Vater Percy (Bernie Mac) hat keine Ahnung, dass er weiß ist und reagiert zunächst mal etwas "kühl" auf seinen zukünftigen Schwiegersohn. Dann findet er auch noch raus, dass Simon seinen Job gekündigt hat, ohne Theresa davon in Kenntnis zu setzen. Das ist natürlich nicht unbedingt förderlich für die eh schon angespannte Beziehung zwischen den beiden.

Das Remake greift die Grundzüge der Originalstory auf, verlagert den Aspekt zum Glück aber mehr auf (Slapstick)Comedy, anstatt auf der Dramaschiene zu fahren. Damals war es ein farbiger, der in eine weiße Famile einheiraten wollte, heute ist es umgekehrt. Die Problematik ist natürlich nach wie vor die gleiche, nur halt wesentlich amüsanter präsentiert.

Man merkt natürlich schon von der ersten Sekunde an, dass der Film nicht unbedingt einen Preis für Originalität gewinnt, denn die Story kupfert schon mehr als deutlich bei "Meine Braut, Ihr Vater Und Ich" ab, wenn auch an einigen Stellen deutlich bissiger. Was der arme Simon so über sich ergehen lassen muss, toppt eigentlich sämtliche Gemeinheiten von Jack Byrnes. Womit wir auch schon bei den Schauspielern wären, die ihre Sache wirklich klasse machen. Ashton Kutcher spielt den liebenswerten, trotteligen Schwiegersohn mit Hingabe und so eine Rolle bringt er einfach glaubwürdiger rüber als seinen ernsten Charakter in "The Butterfly Effect". Bernie Mac als ekelhafter Schwiegervater stellt sogar noch Robert DeNiro in den Schatten. Er kann Simon von der ersten Sekunde nicht leiden und lässt ihn das auch deutlichst spüren - meistens sehr zum Amusement des Zuschauers.

Abzüge in der B-Note gibt's allerdings für einige arg schnulzige, fast schon peinliche Szenen, die vor allem zum Ende hin doch etwas arg aufdringlich wirken. Dieses "Es-tut-mir-ja-so-leid"-Getue hätte nicht unbedingt sein müssen. Stattdessen hätte man lieber noch ein paar Streitereien zwischen Simon und Percy mehr einbauen können. Das übliche Hollywood-Happy End darf dann natürlich nicht fehlen.

Fazit: Ein sehr gelungenes Remake, dass aus dem Drama eine größtenteils lustige Komödie macht. Wären die schnulzigen Szenen nicht, könnte der Film die Höchstnote bekommen, aber auch so langt's auf jeden Fall noch für die Oberklasse.

8 von 10 Punkten

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