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Legt man nur die Story aus, dann ist THE CAVE selbstverständlich alles andere als tiefgründig, ein ziemlich tumbes Monsterfilmchen. Eine Gruppe von hippen, one-liner kloppenden Höhlentauchern steigt in ein einzigartig tiefes und komplexes Höhlensystem unter den rumänischen Karpaten hinab, und wird dort – von geflügelten Ungeheuern, die auch Unterwasser sehr agil sind – nach genreinhärentem Lustprinzip aufgerieben. Dass die Mär dann doch noch etwas komplexer wird, als sich einer aus der Gruppe bei einer Monsterattacke mit einem mysteriösen, ihn auch physisch rapide verändernden Virus infiziert, steigert den Bogus-Faktor nur noch einmal nachhaltig. Fairer weise - obwohl ein weitergehendes gehässiges und ungebrochenes Abwatschen hier doch außerordentlich Spaß machen würde - möchte das wesentliche Argumente für Hunts schließlich doch recht unterhaltende Inszenierung nicht vorenthalten: Ihm gelingt es (trotz einiger zu bonbonfarben ausgeleuchteten Felshallen) vom Prolog an, eine so dichte und dann zunehmend klaustrophobische Atmosphäre aufzubauen, dass selbst in einem ungesund (aber wohl adäquat) kühl air-konditionierten Kinosaal, unablässig kalter Schweiß den Rücken hinunterperlt. Mit zahlreichen Mystik-Referenzen – deren Richtung sich bereits aus dem Alternativ-Titel „Prime Evil“ und der Tag-line „Beneath Hell Lies The Cave“ lesen lässt – baut er der nach dem Showdown in Aussicht gestellten Fortsetzung vor.

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