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Rumänien: Jack McAllister und sein Team werden von Dr. Nicolai angeheuert, um in den Kaparten ein meilenweit verzweigtes Höhlensystem auszukundschaften, dessen Eingang just unter den Trümmern einer alten Kirche entdeckt wurde. Nachdem man sich abgeseilt hat und durch einen unterirdischen Fluss in Innere der Höhle vorgedrungen ist, lässt eine Explosion den einzigen Tunnel einstürzen, durch den man wieder zurück an die Erdoberfläche gelangen könnte. Derart von der Aussenwelt abgeschnitten und ohne Aussicht auf Hilfe bleibt den Forschern nichts übrig, als auf eigene Faust einen anderen Weg nach draußen zu suchen. Die Wissenschaftlerin Kathryn entdeckt kurz darauf einen merkwürdigen Parasiten in dem isolierten Ökosystem der Höhle, welcher in der Lage ist, jede Lebensform, in der er sich einnistet, nach den Bedürfnissen ihrer Umgebung mutieren zu lassen. Bald schon sind einige schreckliche Kreaturen hinter Jack und seinen Leuten her, die seit Jahrzehnten im Dunkeln hausen und natürlich mächtig Hunger schieben... Zwei Mal Robin Hood, zwei Mal Vulkan, zwei Mal Asteroid... und nun eben auch zwei Mal Höhlen-Horror mit gruseligen Viechern: Der 2005er "The Cave" weist was das Setting anbelangt überdeutliche Parallelen zu "The Descent - Abgrund des Grauens" aus demselben Jahr auf, entpuppt sich im direkten Vergleich mit diesem aber doch tatsächlich als ein etwas besserer Film mit ansehnlicheren Production-Values und einem Creature-Design, das ein wenig robuster rüberkommt als die glatzköpfigen Schmier-Gollums aus Neil Marshalls langweiliger Grotte, die sich da der Reihe nach von ein paar dünnen Mädels mit Spitzhacken haben plattmachen lassen. Okay, das Ende ist hier genauso dämlich wie dort auch, aber insgesamt hat Bruce Hunt - zuvor noch Second-Unit-Director bei "Dark City" und der "Matrix"-Trilogie - die Höhlen-Hatz doch ganz gut im Griff und liefert allemal passables Entertainment auf gehobenem B-Film-Niveau ab, bei dem das gesamte Ambiente dank sehenswerter Sets und solider Effekt-Arbeit zur Abwechslung auch mal nicht unbedingt nach Low-Budget stinkt. Der größte Schauwert, den der Streifen auf Lager hat, ist dann aber doch Piper Perabo in kurzen Hosen... echt anbetungswürdig. Anstatt auf klaustrophobischen Terror und Nervenstrapaze liegt das Augenmerk der Macher folglich auf den Adventure-Aspekten der Geschichte, so dass das Ganze eher ein Survival-Thrillerchen mit gelegentlichen Monster-Attacken geworden ist, bei dem der erwähnte Parasit allenfalls noch für einen dezenten "Das Ding aus einer anderen Welt"-Vibe sorgt, ohne die Geschichte aber ähnlich graphisch auszumalen. Da verwundert es einen dann auch nicht unbedingt, dass es trotz des einen oder anderen zupackenden Moments doch noch für 'ne Freigabe ab 12 Jahren gelangt hat, denn Härte-mäßig bewegt man sich eher auf dem Level von "Jurassic Park" und "Congo". Aufgrund der düsteren Bilder und der Anwesenheit Cole Hausers mag einem da eventuell auch noch ein "Pitch Black - Planet der Finsternis" als Vergleichspunkt in den Sinn kommen... und mit dem Streifen kann "The Cave" als unoriginelles Monster-Filmchen auch locker mithalten. Bleibt nur die Frage, wie die Leute im Film es immer wieder schaffen, in den Unterwasser-Szenen trotz der deutlich sichtbaren Atemgeräte im Maul problemlos miteinander zu kommunizieren...?

6/10

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