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Kaum eine Zeitspanne hat die heutige Generation so stark geprägt wie die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, die Zeit des friedlichen Protests, wo die Menschen für den Frieden und die Gleichberechtigung der Schwarzen auf die Straße gingen, der Flower Power Hippiegeneration, der psychedelischen Revolution und der Beatles.

Die wichtigsten Ereignisse dieses unglaublichen Jahrzehnts werden hier in fast vier Stunden chronologisch aufgezeigt. Anhand einer imaginären Familie mit drei Kindern im jungen Erwachsenenalter, von denen eines nach Vietnam beordert wird, eines sich dem Studium und diversen Demos widmet und als besonderes Leckerlie Julia Stiles als werdende Mutter, die schließlich den Hippies zuzuordnen ist, werden wir Zeugen des Attentats auf John F. Kennedy am 22. November 1963, der berühmten Rede von Martin Luther King (I have a dream...), dem Vietnamkrieg, der ersten Mondlandung von Neil Armstrong und Edwin Aldrin am 19. Juli 1969 und nicht zu vergessen natürlich des berüchtigten Musikfestivals in Woodstock mit Jimi Hendrix, Joe Cocker und Grateful Dead, über das es ja eine ähnlich lange Dokumentation gibt.

Eine außerordentlich wichtige Rolle spielt dabei selbstverständlich die Musik. Eine zwangsläufige Notwendigkeit der Verwendung irgendwelcher musikalischer Raffinessen besteht nicht und so ertönen im Laufe des Films allerlei bekannte Titel aus den 60ern, unter anderem von Bob Dylan (wäre auch ein Unding wäre dem nicht so), James Brown, Simon & Garfunkel und Chubby Checker.

Eins muss man dem Film wirklich lassen, er versprüht viel Flair. Ich bin ja noch ein junger Hüpfer, war selbst nicht mit dabei und kann deshalb nicht beurteilen inwieweit das Gezeigte auch tatsächlich der Wahrheit entspricht, jedoch denke ich das "The 60's" einen ganz guten Eindruck vom Lebensgefühl und der Zeit an sich vermittelt. Man hat sich auf jeden Fall bemüht. Einige Stellen sind zudem mit echten Szenen unterlegt worden.

Für eine solch außergewöhnlich lange Laufzeit versteht es "The 60's" fantastisch den Zuschauer auch bei Laune zu halten und das ist schließlich das Wichtigste. Resultierendes Fazit also: Gutes Dokument über die 60er Jahre. Auf jeden Fall sehenswert, auch wenn ich persönlich das Prädikat 'Erlebnis' für ausgesprochen hochgestochen halte.

Peace!

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