Review

Wenn ein Film schon unter einem Label namens "Debil Entertainment" rauskommt, dann kann er doch fast nur bestialisch genial sein.
Wer außerdem eine Vorliebe für trashiges 70er-Jahre-Flair, billigste Splatter-Effekte und frauenverachtendes Verhalten hat, ist hier goldrichtig.

Der Plot ist schnell erzählt :
Im Rotlicht-Milieu geht ein brutaler Killer um, dem ettliche Gogo-Tänzerinnen zum Opfer fallen. Ein kecker Privatdetektiv ermittelt in dem Fall...

Die Story könnte man also in zehn Minuten runterkurbeln. Doch bedenket eines, liebe Kinder: der Streifen hier ist vom Erfinder des Splatterfilms, Herschell Gordon Lewis, höchstpersöhnlich, und der liebt es nun mal im Film Menschen (...komischer Weise vor allem Frauen...) auf möglichst brutale Art aus dem Leben scheiden zu sehen. Dies bedeutet folgendes: Hier werden Köpfe zermantscht, Augen ausgepuhlt und Titten abgeschnitten bis der Arzt kommt.
Ja, liebe Gorehound, der Gore ist echt beeindruckend, zumal die einzelnen Gewaltszenen auch orgiastisch ausgeschlachtet werden und in ihrer Summe fast schon die Länge der Handlungspassagen übertrifft. Mächtig derb und pervers bis zum Abwinken... Hach, genau so wie sich's gehört!!!

Eine gewisse Vorliebe für Trash-Filme muss man hier allerdings auf jeden Fall mitbringen. Der Splatter ist zwar mörderisch hart, die einzelnen Effekte sind aber übelst plump umgesetzt. Man erkennt also ausnahmslos immer, dass es sich bei dem gerade gemarterten Objekt nicht um eine Frau, sondern um eine Schaumstoff-Puppe handelt.
Der Gore verliert somit zwar deutlich an Intensität, nimmt dem Zuschauer aber auch den Skrupel genau hinzuschauen, wenn den Mädels die Augen ausgestochen werden. Wäre ja 'ne Schande, wenn man sich über das Gezeigte nicht amüsieren dürfte, oder!?

Wer den Film und die dargestellten frauenfeindlichen Vorgehensweisen also nicht allzu ernst nimmt, sondern nur die eigentlich durchaus lustig dargestellte (und in meinen Augen auch lustig gemeinte) Gewalt genießt, für den ist GORE GORE GIRLS gewiss ein Party-Streifen der Superlative!

Tipp:
Die Tonqualität des "debil"-Tapes ist unter aller Sau. Von den zwar wahrscheinlich übelst banalen Dialogen zwischen dem Schlachten versteht man fast kein einziges Wort.
In gewisser Weise gehört zu diesem Film aber auch unscharfes Bild und dumpfer Ton, da dies den Sleaze-Faktor noch mal um einiges in die Höhe schießen lässt...

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