Obwohl "Voodoo Blood" bereits gleich zu Beginn mit einem durchaus hinterhältigen Mord und einer brutalen Meuterei auf einem Boot ins Rennen geht, nimmt der Film leider zu keinem Zeitpunkt angemessen Fahrt auf, um auch nur ansatzweise Spannung oder Thrill zu liefern. Die Handlung ist mitnichten ereignislos, doch leider nutzt auch dies dem Film unterhaltungstechnisch betrachtet reichlich wenig. Was auch geschieht, die Inszenierung plätschert müßig und geradelinig vor sich hin, bietet ergo weder überraschende Wendungen, geschweige denn mysteriöse Sachverhalte, die zum spekulieren einladen. Hin und wieder bringt ein Ereignis die Story voran, zwischen diesen Stationen wird die Handlung mit reichlich plattem Gelaber gestreckt.
Auch die Cast wirkt lustlos und uninspiriert, gerade Gina Gershon und Tony Todd können nicht einmal ansatzweise ihr Potential einbringen, bisweilen werden Szenen, die eigentlich Spannung oder Grusel beisteuern sollten, durch Overacting von jeglicher Atmosphäre entzaubert. So gerät so manche Zombieattacke zur Slapsticknummer. Nüchtern betrachtet sind alle Rollen im Film rein funktional. Nur einige wenige gelungene Szenen bewahren den Film vor dem Eindruck eines völligen Desasters. Zum Unterhaltungswert trägt die eine oder andere auf das Sujet bezogene Darstellung der üblichen Voodoo-Praktiken jedoch kaum bei.
Selbst für eine (unter-)durchschnittliche Bewertung ist das Gesamtergebnis unterhaltungstechnisch zu lasch und inhaltlich zu mager ausgefallen. Schließlich wird "Voodoo Blood" auch nicht sehenswerter ob der Tatsache, dass es noch wesentlich schlechtere Filme in seiner Liga gibt. Eine auf diese Weise begründete Aufwertung, die im Ergebnis jedoch einen mittelprächtigen und somit bedingt sehenswerten Genrefilm unterstellen würde, kommt daher nicht in Frage.