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"Der Untergang Japans" sollte, nachdem Monster-Filme um den Sohn von Godzillas geklonter Tante keine Massen mehr in die Kinos lockten, Kommerzkino mit anspruchsvolleren Inhalten verbinden. Tatsächlich war der Streifen, wie schon die Romanvorlage "Wenn Japan versinkt" von Sakyo Komatsu, ein gigantischer Erfolg. Leider wurde die deutsche Fassung um ca. 40 Min. gekürzt, was den Film auf ein holperiges Katastrophenspektakel reduziert. Von der politischen Brisanz, die im Original vorhanden gewesen sein mag, sind nur noch Andeutungen zu spüren. Dazu kommen die üblichen hölzernen Darsteller, Miniaturen auf Modelleisenbahn-Niveau und ein plötzliches, unerwartet unspektakuläres Ende. Noch schlimmer war die US-Version "Tidal Wave", die bei einer Laufzeit von ca. 90 Min. zur Hälfte aus nachgedrehten Szenen mit amerikanischen Schauspielern bestand und fast nur die Effektsequenzen des Originals verwendete.

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