Manchmal findet man sie eben doch noch, die schrägen Kultfilme, die verschollenen Perlen und die Hidden Gems. "Terrorgram" ist so ein Fall: Herrlich nostalgisches VHS-Flair, schwarzer Humor und sogar ein bisschen Splatter. Unterteilt in drei Horrorepisoden in einer Machart, wie man sie heute leider nicht mehr kennt. Deshalb die Kassette rein und ab die Post!
In "Heroine Overdose" bekommt es eine schmieriger B-Film-Regisseur mit einer Domina mit Bohrmaschine sowie einer ganzen weiblichen Rockerband zu tun... In "Pandora" wird eine TV-Moderatorin nach einen verheimlichten Unfall verflucht, wobei der Spuk beginnt, als sie einen merkwürdigen Springteufel mit der Post erhält... In "Veteran Day" muss ein Kriegsheld nicht nur die Gefangenschaft in einem vietnamesischen Lager nochmals durchleben, sondern wird auch noch von bewaffneten Zombies heimgesucht...
Ist die zweite Episode die Schwächste und sind die Spannungsgrade nicht immer souverän, so kam doch herrlicher Trash-Unfug dabei heraus, wer den guten alten VHS-Tagen nicht ganz abgeneigt ist. Konnte Hollywoodstar James Earl Jones für die Rolle der Erzählers gewonnen werden, so vermochte kein weiterer Beteiligter mit diesem Werk seiner Karriere den nötigen Kick verleihen, wenngleich die Leistungen durchaus in Ordnung gehen. Auch für Stephen M. Kienzle blieb es bei diesem einmaligen Abstecher ins Regiefach, um vorher mit kleineren Schauspielrollen in "Star Trek - Der Film" (1979) und "Das China-Syndrom" (gleiches Jahr, mit Jane Fonda und Michael Douglas) sind Filmographie ein wenig anzureichern.
Im Falle von "Terrorgram" gibt es spaßigen Blödsinn en masse und genügend Verrückheiten, die zumindest für Trash-Fans einen unterhaltsamen Abend garantieren. Schöne Atmo mit dem gewissen Flair der späten Achtziger. Lohnt sich, mal wieder ausgegraben zu werden!