Review


Inhalt:

China..., gegen Ende der manchurischen Qing-Dynastie. Das Reich ist marode und rückständig..., und immer mehr der Spielball ausländischer Mächte.
Vor allem das japanische Kaiser- und das russische Zaren-Reich versuchen, ihren Einfluss und ihre Hegemonie-Bestrebungen in China immer mehr zu verstärken.

Ah Niu (Cliff Lok) ist ein junger Mann, der seine Mutter früh verlor, und bei seiner Tante (Wang Lai) aufwuchs. Er beherrscht schon ein relativ gutes KungFu, verfügt über eine starke Reaktionsfähigkeit, doch verbot ihm seine Tante, zu kämpfen.
Er verlässt seine Tante..., um seinen Vater zu suchen.
Er gelangt dabei zur Residenz des Generals Yau (Lam Kau) als diese vom russischen Botschafter (Roy Horan) besucht wird ..., und dort wird ihm ein Mann namens Yang Chun (Wu Chia-Hsiang) vorgestellt, der eben dieser, sein Vater, sein soll.
Yang Chun gibt an, nichts von KungFu zu verstehen..., und Ah Niu lebt nunmehr bei ihm..., in der Residenz des Generals.

Der General hat 3 Söhne (Chiang Kam, Johnny Cheung Wa, Kwan Yung-Moon), die ziemlich arrogant sind..., und Master Yan ist ihr Sifu..., ihr KungFu-Meister.
Sie behandeln Ah Niu schlecht..., und im Kampf unterliegt er den Söhnen des Generals.
Doch Ah Niu begegnet einem Mann (Sek Kien), der ein Meister des Drachen-Stils ist..., und dieser Meister bildet nunmehr Ah Niu aus.
Dieser Meister hat zudem eine Gefährtin (Linda Lin), die die Technik des "Mo Chiu"-Stils beherrscht.
Tagsüber trainiert Ah Niu den Drachen-Stil bei seinem Meister..., des Nachts übt Ah Niu den "Mo Chiu"-Stil bei seiner Meisterin. Und Ah Niu wird zu einer wahren Kampf-Maschine...!

General Yau erhält vom Kaiser die Nachricht, dass ein Kampf-Turnier an seiner Residenz auszurichten ist. Hierbei geht es dem Kaiser um die Ehre Chinas!
Die chinesischen Kämpfer müssen sich den Fightern aus Japan und Russland stellen..., die diese Gelegenheit natürlich nutzen wollen, die Chinesen zu demütigen und ihre Überlegenheit zur Schau zu stellen.
Ah Niu -der erfährt, wer sein wahrer Vater ist- besiegt bei einer Auseinandersetzung den japanischen Kämpfer..., und der japanische Deligierte engagiert Ah Niu, für Japan bei diesem Turnier anzutreten.

Die Russen indes..., haben einen sehr gefährlichen Fighter (Hwang Jang-Lee) aufzubieten.
Es kommt zwischen diesem Kämpfer und Ah Niu zum Show-Down..., zu einem gnadenlosen Fight auf Leben oder Tod.
Kann Ah Niu -der sich als Chinese zuvor outet- die Ehre Chinas vor den Augen des Kaisers retten....?


Fazit:

Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Perlen des Eastern-Genre doch noch zu entdecken sind, die unbeachtet und einem breiteren Publikum nahezu unbekannt sind.
Und auch dieser durchaus starke KungFu-Actioner lief nie in deutschen Kinos..., obgleich er das Zeug zum Klassiker hat...!

In gediegener Atmosphäre, mit einer zwar einfachen aber dicht inszenierten Story, überzeugenden Darstellungen, schönen Trainings- Sequenzen und starken, kernigen KungFu-Fights versehen, drehte Erfolgs-Regisseur Ng See-Yuen für sein eigenes Label "Seasonal Film Corporation", diesen leider kaum beachteten Eastern.
Es entstand ein Geheim-Tipp..., ein unterhaltsamer, flotter KungFu-Actioner, ein Streifen der was für jeden Eastern-Fan ist.

Ein junger Mann..., Halb-Waise..., sucht seinen Vater. Er ist ein ruhiger, verlässlicher Typ, und der Betrachter ist schnell auf seiner Seite.
Er ist zudem ein gelehriger, fleißiger KungFu-Schüler..., Cliff Lok spielt diese Rolle gekonnt, Lok führt quasi durch diesen Film, ist der Held dieser Story.
Die Herkunft seiner Figur birgt eine Überraschung..., der junge Mann nimmt sein Schicksal an... ist bescheiden und zurückhaltend.
Quintessenz ist indes einmal mehr das Training dieses Helden in KungFu..., welches in diesem Actioner breiteren Raum einnimmt.
Und da ist es wieder..., dieses Gehöft, mit Wiese und Baracke, Schauplatz eines innovativen und intensiven Trainings in KungFu und einer Ausbildung im körperlichen Bereich.
Wieder geschickt und dynamisch zusammengeschnitten..., und den KungFu-Fan auch hier wieder faszinierend.

Sek Kien, Teil der Legende Bruce Lee´s..., und Linda Lin, deutschen Eastern-Fans aus "Knochenbrecher schlägt wieder zu" ("Dance of the Drunk Mantis", siehe mein Review auf dieser website) an der Seite von Simon Yuen ein Begriff, sind die Sifus des Helden. Ein Mann, eine Frau..., als Ausbilder, das ist natürlich  somit ein spezielles Gespann.
Das sind natürlich mit die schönsten Sequenzen dieses Eastern.

Schwachpunkt im Cast ist einmal mehr Dean Shek Tien..., seine Kaspereien sind das Manko in diesem Film. Aber Shek Tien ist zum Glück hier nur kurz im Einsatz.
Viele Gaststars sind hier zu entdecken, Kwan Yung-Moon und Chiang Kam sind zwei der überheblichen Söhne des Manchu-Generals..., Lee Hoi San spielt einen KungFu-Mönch, Roy Horan ("Die Schlange im Schatten des Adlers", "Eine Prise für tödliche Pfeifen", "Bruce Lee - Das Geheimnis der Todeskralle") spielt den russischen Botschafter..., und Genre-Ikone Hwang Jang-Lee ist der eisenharte Gegner des Helden im Endfight.

Neben den Trainings-Sequenzen ist natürlich die Fight-Action das Wichtigste in diesem Eastern.
Das ist kerniges, dynamisch-intensives KungFu..., Cliff Lok, Sek Kien, Lee Hoi San und natürlich Hwang Jang Lee sorgen für die technische Qualität..., und mit den Fight-Instructors Hsu Hsia, Mang Hoi und vor allem Corey Yuen sind auch hinter der Kamera namhafte Akteure am Werk.
Zudem weiß natürlich Ng See-Yuen, wie man einen knackigen Eastern dreht..., der zielstrebig in ein Kampf-Turnier, welches mit einem hohen Podium als Plattform für die Fights eine besondere Location bietet, mündet.

"Ring of Death" aka "Bastard Kung Fu Master"...., eine leider kaum bekannte, kleine, feine Perle des Eastern-Genres..., die mehr Beachtung verdient hat.

8/10.

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