Review

Schade Schade....

Was passieren kann, wenn RTL aus einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Romanheftserie eine TV-Serie stricken lässt, kann man an diesem kurzweiligen, günstig in Osteuropa produzierten Episoden-Trash sehen:


Leider weiß ich nicht einmal, wo ich anfangen soll mit meinem Abgesang: 
Der fehlbesetzte Hauptdarsteller, die im Grunde wichtigen aber komplett gestrichenen Nebenfiguren, welche das Sinclair-Team gerade mal auf 3 Personen beschränken, davon ausgerechnet die dümmlich dargestellte Glenda (welche ja sowohl in den Heftromanen als auch in der Vertonung nicht gerade die beste Frauenfigur war), die sich immer wiederholenden Spezialeffekte und die sehr spartanischen Sets werden kombiniert zu einem Serienpottpuri ohne Sinn und Verstand, welches allenfalls leidlich unterhält.

Das ist schade, denn bot doch der als Apetittanreger vorgeschobene "Dämonenhochzeit" noch wirklich gute TV-Unterhaltung. Da waren es allerdings auch noch andere Darsteller und die Sendezeit war auch eher auf große Quote angelegt.
Immerhin wurde den Verantwortlichen bei RTL schnell gewahr, in was sie da investiert hatten und selbige verbannten die restlichen Folgen (eine blieb sogar ganz ungesendet) in den Spät-Nacht-Modus. 

Als trashige Unterhaltung für Zwischendurch ist - mit einiger Zeit Abstand - auch die "John Sinclair"-Serie nun einige Blicke mehr wert. Lässt man die Logiklöcher außer Acht, welche auch die Fließbandstories aus der Feder des Jason Dark zu Hauf bieten, kommt die ein oder andere Folge wenigstens halbwegs atmosphärisch rüber. 

Für den geneigten Fan also durchaus zu empfehlen aber wer hätte gedacht daß die schwankende Qualität der Heftromane sich auch ins TV-Serienformat so gut übertragen lässt?  
 

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