Eine Handvoll Problem-Kids aus L. A. fährt mit ihren Betreuern Charles (Peter Scolari) & Holly (Rosalind Allen) zwecks Gruppen-Therapie & Bonding in die waldreiche Wildnis, wo sie sich drogenanbauenden Hinterwäldlern & übergroßen, mutierten Zecken erwehren müssen.
Tony Randels Ticks startet langsam & investiert viel Zeit in den Aufbau der Geschichte & in die Einführung der Figuren, entwickelt aber ab so gegen Mitte einen mörderischen Drive, der bis zum Ende anhält. Trotz ihrer Probleme & ihres abweisenden Verhaltens sind die Teenager (gespielt von Seth Green, Alfonso Ribeiro, Ray Oriel, Ami Dolenz, Dina Dayrit & Virginia Keehne) eine recht sympathische Truppe, mit der man prächtig mitfiebern kann. Im Gegensatz dazu sind die Rednecks schmierige Mistmaden, denen man schon nach wenigen Sekunden die Zecken an den dreckigen Hals wünscht.
Und diese Zecken sind grandiose Kreationen von Doug Beswick & der K.N.B. EFX Group, die im Laufe des Films nach allen Regeln der Ekel-Effekte-Kunst zer*dingst werden: zermanscht, zerquetscht, zertreten, zermatscht... & manchmal zerplatzen die Blutsauger auch einfach. Es sind generell sehr agile Krabbler, wobei das Exemplar, das aus dem Hund schlüpft & mit der Spritze im Rücken durch die Tierarztpraxis saust, aus der Masse herausragt. Das menschengroße Biest am Ende macht wenig Sinn, sieht aber großartig aus & sorgt für einen sehr langen Aha-Moment.
Ticks ist ein ungemein effektives, mit Verve inszeniertes & toll getrickstes Creature-Feature, das auch beim x-ten Mal Anschauen noch für mitreißende Unterhaltung sorgt. Irgendwie schade, dass den creepy crawlers kein Sequel vergönnt war.