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Der Filmtitel "Windigo", 1980er Jahre und der Beginn mit den Silversterparty-Feierwilligen städtischen Ski-Hasen hoch oben in den verschneiten Bergen Kanadas, die im Provinzladen Dummzeug von sich geben, versprachen Massenware. Gut, dachte ich, ein weiterer nichtssagender Slasher, kann man ja mal zu nachtschlafender Stunde anfangen und munter bei einschlafen.
Doch, ich sollte mich irren - und das gewaltig, denn ich wollte kurze Zeit später schon unbedingt wissen, wie es weiter- und auch ausgeht.

Die drei Städter (wandelnde Klischees in persona: die draufgängerische Blondine, die nachdenkliche und ernste Brünette und der dummschwätzende Oberar*** von Freund zur Brünetten, der natürlich auf die Blonde steht) fahren per Schneemobil durch die verschneiten Berge und befahren natürlich einen verbotenen Pfad.
Es wird immer dunkler, der Schnee immer heftiger und dann stürzt Blondie auch noch vom Mobil. Glücklicherweise direkt zu den Sockeln eines Hotels, das seit Jahren leer zu stehen scheint.

Es wird sich umgeschaut und gemutmaßt und schließlich beschlossen, die Nacht dort zu verbringen.
Es geschehen seltsame Dinge, die schon schnell vermuten lassen, dass dort noch jemand anderes verweilt.
Wie sich in gemütlicher Weinrunde beim Nachschub besorgen herausstellt, gibt es noch mindestens eine alte, mysteriöse Frau im Hotel, deren wahrer Grund für ihre Anwesenheit aber zunächst geheimnisvoll im Ungewissen bleibt.

Weiteres mag ich von der Handlung nicht verraten. (Wer zuerst stirbt, ist eh klar... ;-))
Ja, dieser Film reiht wirklich die gängigen Klischees der 1980er Slasher vorhersehbar aneinander und bedient sich auch sonst bekannter Schock- und Suspense - Inszenierungen.

Doch, er schafft es tatsächlich, eine wirklich super Atmo von Spannung und Grusel, ein wenig Schauer und Schock (und das ohne große Effekte!) herzustellen - und irgendwie stimmen einfach die Details.

Auch, wenn vieles vorher im Ergebnis klar ist oder zumindest scheint - es ist ein spannender, atmosphärischer Weg dorthin.
Und, wer es nicht immer mit der Holzhammer-Methode mag, der wird sicher seine Freude an dem Film haben, der sich aus der breiigen Masse der 1980er Pseudo-Horror-Schwemme deutlich abhebt.

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