Review

Inhalt:
Jenny (Riva Spier), ihr Freund Marty (Murray Ord) und Chrissy (Sheri Mc Fadden) wollen mit einer Gruppe von Freunden Silvester in einer Hütte in den Bergen feiern. Das Trio begibt sich mit ihren Schneemobilen schließlich auf eine Erkundungstour durch die schneereiche Umgebung. Dabei stoßen sie auf einen kleinen Laden dessen Besitzer (Les Kimber) sie davor warnt von den bekannten Wegen abzuweichen. Als die Gruppe schließlich weiterfährt und dabei einen Pfad findet der schon lange nicht mehr benutzt wurde überredet Marty die zwei Frauen dazu diesen zu erkunden.
Gesagt, getan.
Und einen Augenblick später sind unsere Helden bei einem Hotel angelangt.
Chrissy hat dabei einen Unfall mit ihrem Schneemobil. Als die Gruppe beim Hotel nach Hilfe sucht stellt sich nach einem kurzen Blick ins Gästebuch heraus das dieses Gebäude schon seit 5 Jahren leersteht. Da wegen des schlechter werdenden Wetters eine Rückfahrt nicht mehr in Frage kommt wird beschlossen die Nacht in dem Hotel zu verbringen. In dieser Nacht kommt es dann auch zur Begegnung mit einer etwas merkwürdigen Frau (Georgie Collins), die schon lange mit ihrem Sohn in dem Hotel lebt und als eine Art Verwalter / Hausmeister fungiert. Nach dem Verbleib ihres Sohnes gefragt gibt sie zur Auskunft das sich dieser irgendwo in der Gegend herumtreibe. Sie zeigt Marty und den Anderen dann auch Zimmer wo diese sich weiter ausruhen können. Doch dann verschwindet Chrissy die eigentlich baden wollte, die alte Frau macht gegenüber Jenny seltsame Andeutungen und im Keller des Gebäudes lebt eine seltsame Kreatur... .

Meinung:
Windigo aka Ghostkeeper
ist ein 80-er Jahre Horrorfilm und ist in Deutschland in verschiedenen DVD - Versionen erhältlich. War zuerst nur die (leicht) gekürzte DVD (es fehlen nur einige Sekunden) verfügbar, ist nun auch die ungeschnittene Version erschienen. Fans von Horrorfilmen mit viel Action und / oder Gore sollten sich aber überlegen ob sie sich Windigo anschauen wollen. Denn in Bezug auf Action und Splatter verhält sich der Film (sehr, sehr) zurückhaltend.
Es gibt schon eine Handlung (und an einer Stelle wird Jenny von einem der Bösewichte mit einer Kettensäge verfolgt) und es passiert auch etwas, doch bei Windigo steht mehr die bedrückende Atmosphäre im Vordergrund, die sich dann mit dem Haupthandlungsort des alten Hotels nur verstärkt. Besonders das Hotel mit seinen leerstehenden Räumen und Zimmern wirkt schön unheimlich. Aber auch die Natur um die Protagonisten wirkt im Film mehr bedrohlich als entspannend. Die majestätisch hoch hinaus ragenden Berge und die dichten Wälder tragen ebenfalls ihren Teil zu Windigo bei.

Windigo vermischt dabei auch Elemente des Backwoods - / Slasherhorrors mit Merkmalen des Geisterfilms, wobei die übernatürlichen Elemente klar überwiegen. Auch werden viele Punkte zum Ende des Filmes ganz erklärt, vieles bleibt im Dunkeln, wird bzw. angedeutet. Man könnte Windigo auch als Vorgänger von Shining sehen, da es in Ghostkeeper auch um Übernatürliches und zum Ende auch um Wahnsinn geht. Die Darsteller leisten gute Arbeit. Allen voran Collins, die u. a. später auch in Ray Bradburys Gruselkabinett (1989) und Abenteuer auf der Wildwasser - Ranch (1994) spielte.
Murray Ord trat u. a. noch in Blackout - Bestie in Schwarz (1985) vor die Kamera und war meistens noch hinter der Kamera bei Dreharbeiten tätig.
Riva Spier war bei Serien wie Trigun (1998), Armitage 3 (1996) und Serial Experiments Lain (1998) als Sprecherin tätig. Mc Fadden war nur in Ghostkeeper zu sehen.

Regisseur Makichuk führte nach Ghostkeeper noch bei The Tower (1985), Niagara Strip (1989) und The Odyssey (1992) Regie und schrieb danach Drehbücher (Target (2004), Maiden Voyage (2004), Roswell - Alien Attack (1991)).

Gedreht wurde Ghostkeeper in Kanada, am Lake Louise in der Provinz Alberta im Banff - Nationalpark. Die dt. Synchronisaion ist sehr gut wenn man bedenkt das Windigo mehr zu den unbekannteren Horrorfilme zählt. Der Soundtrack von Paul Zaza ist ebenfalls sehr gelungen und atmosphärisch. Allerdings ist der Film mit ca. 82 Minuten zu lang geraten und um Windigo azuschauen braucht man dann schon an einigen Stellen etwas Geduld. Hier hätten 50 - 65 Minuten vollkommen für die Handlung gereicht.

Fazit:
Ghostkeeper ist vermutlich nur etwas für Fans von obskuren (aber nicht wirklich schlechten) Horrorfilmen der 70-er bzw. frühen 80-er Jahre.(5,5/10)

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