Der Einsiedler Herman Umgar lebt zusammen mit unzähligen Regenwürmern, die er hegt und pflegt. Außerdem gehört ihm ein Stück Land, welches er für Camper vermietet, doch der Stadtrat will ihm den Boden abknöpfen. Als eine Frau versehentlich einen von Umgars Regenwürmern isst, verwandelt sie sich in eine Mischung aus Mensch und Wurm und Umgar fasst den Plan, alle Menschen, die ihm krummkommen, auf diese Weise aus dem Weg zu räumen.
Und wieder beglückte mich ein Beitrag aus der cmv-Trash Collection mit einem herrlich abgedrehten Filchen. Zu der oben kurz angerissenen Geschichte kommen noch allerhand wahnwitzige Geschehnisse, wie beispielsweise verschollene Angler, die zu Wurm-Mensch-Wesen geworden sind, weil sie die mit Umgars Würmern erangelten Fische verzehrten, und aus dem Wasser zurückkehren, um auf der Erde auf Brautschau zu gehen oder die Beratungen des Geheimbundes, dessen Mitglieder aus dem Stadtrat bestehen, die alle Bettlaken mit aufgemalten Zeichen tragen und die nach einer Möglichkeit suchen, um dem Einsiedler seine Landbesitzurkunde abzunehmen oder ihn zu töten und u.a. bei einem Brandanschlag auf dessen Behausung die Streichhölzer vergessen bzw. keine mehr übrig haben, weil sich ein Bundmitglied damit eine Zigarette ansteckte.
Hinzu kommt eine Vielzahl von überzeichneten Figuren, die den Film zu einem wahren Trashfest machen. Neben der Hauptfigur Herman Umgar, der sich liebevoll um seine Würmchen kümmert und ganz verrückt wird (naja, eigentlich ist er es immer), wenn mal einer ausbüchst und sich des Öfteren an seinem Klumpfuss verletzt und ihm zur Beruhigung Musik aus einer Spieluhr vorspielt oder im Laden nach einem Bullerball verlangt, von dem nur er weiß, was das ist oder die durchgeknallten Camper, die aus einer etepetetigen, müsliliebenden Dame, ihrem hörigen Gatten, einem fotografierenden Lüstling und zwei gefräsigen Mädels, deren Meinung nach die Sterne auf der amerikanischen Nationalflagge durch Hot Dogs ersetzt werden sollen oder die Frau, die Umgar umgar(!)nt, weil sie meint, dass er vermögend sei.
Die Darsteller dieser Charaktere geben wirklich alles und schaffen es mit gewolltem Overacting, den Figuren Leben einzuhauchen.
Wem das alles zu lustig ist, der kann bei den zahlreichen Wurmfressszenen die Widerstandsfähigkeit seines Magens testen, denn in diesen herrscht ein äußerst hoher Ekelfaktor. Da gibt es lange Nahaufnahmen von Mündern, die Nahrungsmittel aller Art (Spaghetti, Kuchen, Hot Dogs, Burger, Milchshakes, Eis) versehen mit einem oder mehreren (wenn mich nicht alles täuscht echten) Regenwürmern zu sich nehmen und das Ganze detailiert vermengen (denen hat wohl niemand beigebracht, dass man mit geschlossenem Mund isst). Wenn dann bei einer Spaghetti/Wurm kauenden Frau auch noch Lippenstift ins Spiel kommt, kann einem schnell das Mittagessen aus den Mundwinkeln purzeln. Das schlägt jeden noch so realistischen Splattereffekt, den man in diesem Werk vergeblich suchen kann, um Längen.
Doch nun wieder zu etwas Vergnüglichem, nämlich der Umsetzung der menschlichen Würmer. Hier wurde den Darstellern einfach ein braun bepinselter Schlafsack um die Beine gewickelt und etwas Schaum hinzugegeben und fertig ist der Menschenwurm. Das sieht übrigens besonders komisch aus, wenn sich diese Wesen versuchen fortzubewegen.
Also ich bin immer wieder erstaunt, was für Filme diese Welt hervorgebracht hat und ich freue mich auf diejenigen, die da noch dank solch grandioser Reihen wie der cmv-Trash Collection ausgebuddelt werden. Dieser Streifen sei jedenfalls jedem Freund des abseitigen Humors wärmstens ans Herz (nicht unbedingt an den Magen) gelegt.