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Ein 08/15-Thriller mit spanischem Charme, ein wenig Trash-Touch und (in den Anfangsszenen) schönen Madrid-Bildern. Regisseur Nieve verlässt sich oft ein wenig zu sehr auf die Präsenz seiner Stars und vernachlässigt dabei die Story. Dass es bei einem Slasher-Film nicht um Realismus oder gar Logik geht, versteht sich von selbst, aber "Colgado..." übertreibt es stellenweise so stark, dass es unfreiwillig komisch wird. Er hat Anleihen bei Jaume Balagueró und Guillermo del Toro, erreicht aber zu keinem Zeitpunkt deren Klasse. Dass "Colgado..." nicht kippt oder absackt, verdankt er seinen knackigen Schauspielern, einem stimmigen Jazz-Soundtrack, der heissen Atmosphäre der spanischen Hauptstadt und den wirkungsvoll inszenierten Slasher-Szenen (so wird André Schneider beispielsweise ein Speer durch den Kopf geschossen und Guillermo Mesa mit einer Machete kastriert). Der Film lockte in Spanien keine Katze hinterm Ofen hervor und verschwand schnell wieder in der Versenkung. Nieve drehte im Anschluss noch zwei Filme als Regisseur, bevor er sich ausschliesslich der Produktion zuwandte.

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