Die Farrelly-Brüder haben wieder zugeschlagen! Diesmal nicht mit dem derben Humor, der sie so bekannt gemacht hat, sondern ruhig, gelassen und irgendwie einfach zum Wohlfühlen. Nick Hornby, Groß-Britanniens Exportschlager Nummer Drei nach Harry Potter und erfolglosem Fußball, lieferte mit seinem Fußball-RomCom-Roman „Fever Pitch“ die Vorlage für die gleichnamige Verfilmung, die hierzulande mit dem Namen „Ein Mann für eine Saison“ Einzug in die Lichtspielhäuser hielt:
Ben (Jimmy Fallon) hat zwei Leidenschaften: seit neuestem ist da die hübsche Karrierefrau Lindsay (Drew Barrymore), der er verfallen ist. Und seit seiner Kindheit gibt es da noch eine ganz andere Leidenschaft: Baseball. Speziell die Boston Red Sox haben es ihm angetan. In der spielfreien Zeit entwickelt sich die Liebe zu Lindsay immer stärker, doch schon in dem Moment, in dem die Saison beginnt, wandelt sich der einfühlsame Ben zu dem, was er tief im Innersten immer war: ein Baseball-Fan, der für seine Mannschaft alles gibt. So treibt der unumstößliche Fanatismus Bens die Beziehung zu seiner Lindsay unaufhörlich ins Abseits…
Okay, Nick Hornby konstruierte diese Geschichte ursprünglich für europäische Geschmäcker und somit rund um den Fußball. Aber um diese rührend komische Geschichte auch für den amerikanischen Markt interessant zu machen, musste eine leichte Abänderung her: So machten die Farrelly-Brüder flugs aus dem großen runden Leder einen etwas kleineren Ball, die Tore fallen weg, dafür müssen Schläger her und schon haben wir aus dem beliebtesten Sport Europas den beliebtesten Sport der USA gemacht. Alles andere bleibt, wie es war.
Das alt hergebrachte 08/15-Muster von Romantic Comedies muss wieder einmal herhalten, diesmal in neuem Gewand und letztendlich erfrischend unterhaltsam. Jimmy Fallon mimt in dieser Liebeskomödie den liebenswürdigen bis bestialisch-fanatischen Ben jederzeit glaubwürdig und liebenswert; ebenso wie die wundervolle Drew Barrymore hier wieder das hübsche Mädchen gibt, das einem Mann hoffnungslos verfallen ist. Dabei stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern so angenehm, dass es während der gesamten Laufzeit ein wahres Vergnügen ist, den beiden bei ihrem Schauspiel zuzusehen. Der gelungene Soundtrack, witzige Dialoge und die wundervolle Atmosphäre, die die Farrellys hier rund um das Stadion der Red Sox und die Liebe zweier Menschen erschaffen haben, runden „Fever Pitch“ zu einer der sehenswertesten romantischen Komödien der vergangenen Jahre ab.
Bereits die Lektüre von Nick Hornbys „Fever Pitch“ hat unheimlichen Spaß gemacht, aber was die Farrelly-Brüder letzten Endes aus dieser Vorlage gemacht haben, ist noch einmal ein gutes Stück besser geworden: eine wundervoll unbeschwerte, witzige Romanze, die allen Frauen dieser Welt aufzeigt:
Seht her, es lässt sich auch ganz gut mit einem Sport-Fan aushalten! Man muss es nur wollen!
8 Home-Runs für den „Mann für eine Saison“!