Review

Da ich die DVD zu " Alien from the Deep " geschenkt bekam, hab ich mir den Streifen mal angesehen. Erwartet hab ich gar nichts, so wird man zumindest nicht enttäuscht. Doch der italienische Alienmix hat mich positiv überrascht und bietet kurzweilige Unterhaltung. Nur den Titel hätte man ändern sollen, denn das besagt Alien aus der Tiefe taucht erst nach einer knappen Stunde auf.
Für das Minibudget hat Regisseur Antonio Margheriti gute Arbeit geleistet, bloß eines gleich im Vorhinein, wer hier viel erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Man sollte sich gleich auf B einstellen und vor allem auf eine etwas krude Story.

Inhalt:
Die zwei Umweltschützer Jane ( Marina Giulia Cavalli ) und Lee ( Robert Marius ) wollen auf einer Insel in die Firma E-Chem eindringen und Beweise für die iilegale Vernichtung von Atommüll besorgen. Dieser wird von E-Chem einfach in den Vulkan entsorgt unter der Leitung des fiesen Colonel Kovacs ( Charles Napier ). Doch Lee wird bald gefangengenommen, aber Jane kann fliehen und trifft den Giftmischer Bob ( Daniel Bosch ), welcher ihr helfen will Lee zu retten. Doch es gibt eine riesen Explosion, welche eine grausame Kreatur weckt. Diese macht sich sofort über die Menschen her und bringt Einen nach dem Anderen um. Jetzt wird es für Jane und Bob noch schwieriger Lee zu retten und sich selbst natürlich auch.

Story der Marke flach wie eine Flunder. Außerdem wird überhaupt nicht erklärt wo das Alien herkommt und warum es unter Wasser eingeschlossen war. Natürlich ist auch das Klischee mit dem radioaktiven Giftmüll geboten, darf ja nicht fehlen.
Trotz des sehr späten Auftauchen des Aliens ist der Film doch recht rasant. Das Boot der Umweltschützer wird beschossen, die Infiltration der E-Chem Basis, die Gefangennahme von Lee und die sehr lange Jagd durch den Dschungel, als die Soldaten Jane hinterherjagen. Doch Diese trifft im Dschungel auf Bob, welcher die Soldaten in eine Schlangenfalle lockt. Diese krepieren dort jämmerlich.
Die Inselatmosphäre geht in Ordnung, obwohl sie null Spannung erzeugt, man hätte mehr dort herausholen können, aber ich fürchte Margheriti hat dies ganz außer acht gelassen.
Genauso wie den minimalen Score, welche aus circa fünf verschiedenen Melodien besteht. Hier hat man sich wahrlich nicht viel einfallen lassen.

Wie oben schon erwähnt braucht das Alien wirklich ewig bis es mal geweckt wird, doch dann geht es auch gleich auf Beutefang. Aber man erfährt gar nichts über das Vieh, Schade.
Das Alien selbst sieht ziemlich lächerlich aus und ist wirklich riesengroß, sieht eher aus wie eine Machine, als wie ein Lebewesen. Aber da man es nicht oft sieht, kann man darüber hinweg sehen. Immerhin bekommt man dann einige Goreeinlagen zu sehen, welche teils doch recht blutig ausfallen. Vor allem ist das Alien hochansteckend, denn es sondert einen Schleim ab, welcher die Haut aufrisst und irgendwann den ganzen Körper. Die F/X sind durchweg passabel und nie lächerlich. Für Grinsen sorgt schon das Alien.
Nachdem es dann endlich da ist, besteht das Finale auch fast aus Non Stop Action, die aber keine Besonderheiten zu bieten hat.

Die Darsteller sind purer Durchschnitt und somit erstaunlich gut für so eine Billigproduktion. Dafür sieht der ganze Film recht solide aus.
Mit Charles Napier hat man sogar ein bekanntes Gesicht mit an Bord. Er verkörpert den fiesen Colonel Kovacs und diese Rolle hat ihm schon in " Rambo 2 " gestanden.
Den Rest des Feldes kenne ich zugegebenermaßen nicht. Nur die Darstellerin welche die Umweltschützerin Jane verkörpert ist immer arg darauf aus ihren Körper zu präsentieren und ihr Gekreische nervt auch ab und zu. Ansonsten kann man sich eigentlich nicht beschweren.

Fazit:
Kleiner unbedeutender Alien Rip Off. Die Story ist krude und bietet Logiklöcher vom Feinsten, erklärt wird fast nichts. Das Alien braucht fast eine Stunde bis es überhaupt mal auftaucht, aber trotzdem ist der Film recht rasant, da es an Action nicht mangelt. Der Humor funktioniert bedingt, geht aber auch als nach hinten los. Die Kreatur selbst ist eine Lachnummer. Dafür können sich die teils blutigen F/X sehen lassen. Viele braucht man jedoch nicht zu erwarten. Aus der Kulisse hat man zu wenig gemacht und auch der Score ist eine schwache Leistung. Die Darsteller können sich im Durchschnittsbereich ansiedeln.
Alien from the Deep bietet kurzweilige Unterhaltung auf gutem B-Niveau, aber zuviel sollte man nicht erwarten.

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