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In einem New Yorker Wolkenkratzer kommt es zu einem Stromausfall. Unter den Personen, die im unbeleuchteten Treppenhaus aus der 27. Etage nach unten flüchten, ist auch David Stillwell. Eine Frau erkennt ihn in der Menge und verschwindet spurlos, als er ihr bis ins vierte Untergeschoss gefolgt ist. Beim Verlassen des Gebäudes bemerkt er eine Menschenansammlung um die Leiche eines Mannes, der aus einem der oberen Fenster gestürzt ist. Stillwell kehrt zum Treppenhaus zurück und muss zu seiner Überraschung feststellen, dass es nur einen Keller, aber keine Untergeschosse gibt. Als Stillwell in seiner Wohnung ist, bedroht ihn ein Mann namens Lester mit einer Pistole und fordert ihn auf, mit einem sogenannten „Major“ Kontakt aufzunehmen. Stillwell schlägt Lester mit seiner Aktentasche bewusstlos und sperrt ihn in eine Besenkammer. Am nächsten Morgen will Stillwell bei der Polizei Anzeige gegen Lester erstatten. Nach seinen Personalien gefragt, kann er sich aber weder an seine Telefonnummer, noch an sein Geburtsdatum oder seinen Geburtsort erinnern und verlässt die Polizeiwache wieder. Kurz darauf sieht er im Central Park die Frau, der er am Vorabend im Treppenhaus begegnet ist. Sie stellt sich als Shela vor, arbeitet angeblich ebenfalls für Unidyne und scheint ihn sehr gut zu kennen. Verzweifelt versucht er mit ihr herauszufinden, wieso er sein Gedächtnis verloren hat.

Ich bin nun nicht unbedingt ein Fan von Filmen aus den 50ern und 60ern. Da ihn mir aber jemand empfohlen hatte (Gruß nach Bonn) habe ich ihn mir angesehen und war erstaunt. Nicht nur, dass der Film auch heute noch gut funktioniert – er war auch, wenn ich die gesamte Handlung nehme, seiner Zeit voraus.

Ein Hauch von Hitchcock weht über die Szenerie, das Drehbuch ist clever und der Film bietet natürlich auch hervorragende Schauspieler auf, mit Gregory Peck, George Kennedy und den gegen den Strich besetzten Walther Matthau, der hier eher eine ernste Rolle hat, auch wenn er ab und an mal einen Spruch heraushaut.

Das Bild ist für so einen alten Film in Ordnung – an manchen Stellen sieht man aber schon leichtes Hintergrundgrieseln – erstaunlicherweise ist das Bild im Dunklen deutlich besser – der Ton ist solide und es gibt kein Rauschen.

Als Extras hat man hier einen Audiokommentar, ein Interview mit Diane Baker und die üblichen Trailer dazu gepackt.

Fazit: Menschen die Filme aus dieser Zeit ohnehin mögen dürfen sich über diese Veröffentlichung freuen. Aber auch eher Skeptiker könnten DIE 27. ETAGE mögen, denn ich bin, wie bereits erwähnt, nicht wirklich ein Fand von Filmen vor 1970 – dieser hier ist aber sehr gelungen, hat vor allem die Zeit gut überstanden – und schreit eigentlich nach einem Remake.

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