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Der Fall des Hauses… Was war?


Ein Mann. Ein Geheimnis. Ein Blackout. Ein Selbstmord. Ein Problem: er erinnert sich scheinbar durch Amnesie an nichts mehr - woraus sich ein Katz-und-Maus-Spiel durch das New York der 60er ergibt, in dem man nie genau weiß, wer hier die Bösen und wer die Guten sind…

„Mirage“ befindet sich in bester Tradition in Sachen Thriller, die richtig stark sind und von Alfred Hitchcock persönlich kommen könnten - es jedoch nicht sind. In düsterem Schwarz-Weiß stolpert ein unwissender und trotzdem wie immer charmanter Gregory Peck durch die Stadt, die niemals schläft. Zwischen Gangstern und Gedächtnislücken, zwischen Pistolen und Problemen, zwischen Fakes und Finten. Wir als Zuschauer nie mit Wissensvorsprung, ganz im Gegenteil. Immer am Raten, immer am Überlegen, immer am Schaudern. Voller Infos, voller Tempo, voller Details. Mörderisch schwungvoll. Voller Auslässe und Löcher, voller Leere und Fragezeichen, voller hochgezogener Augenbrauen und zugekniffener Augen, voller Wendungen und Überraschungen. Ellipsen und Ermordungen. „Memento“-Vibes. Man will nichtmal auf Toilette gehen und 2 Minuten verpassen. Es könnte ja das wichtige Puzzlestück sein, das das Wirrwarr entknotet - oder einfach in Flammen aufgehen lässt. Spannend, stilvoll, neugierig, rätselhaft, verzwickt. Gerne geguckt! 

Fazit: einer der besten, dunkelsten Film Noirs bzw. Hitchcock-Krimis, der nicht vom Meister selbst kam. Kaum schwächer als „Spellbound“, „Charade“ (vom selben Autor) oder „Notorious“. Muss man erstmal schaffen. Spielerisch und spannend. Durchgängig packend! 

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