Der Bundeswehr ist es gelungen, einen sehr gefährlichen Kampfstoff zu entwickeln. Leider ist ein Offizier nicht gerade loyal und macht krumme Geschäfte mit der Mafia, die seinen Vorgesetzten das Leben kosten. Als das Kampfmittel an einen Behinderten getestet werden soll, kommt es zu einem Unfall, bei dem der Militärarzt draufgeht, welcher der einzige seiner Art war.
Nach jedem Taubert Film geh ich erst einmal in mich und stelle mir wieder die alte philsophische Frage "Wer ist der größere Tor? Der Tor selbst (also Taubert) oder der Tor der ihm folgt (ergo Zuschauer)". Ich befürchtete leider letzterer, denn er hat ja die Macht über die Stop-, eject- und Trashcan-open- Tasten. Über Taubert braucht man nicht mehr viel sagen. Wer ihn und seine Werke noch nicht kennen, sollte sich bemühen diesen Status zeitlebens aufrecht zu erhalten, denn als Regisseur ist er eine absolute Vollpfeife. Von hier wird niemals ein vernünftiger Film kommen und ich denke er will es auch gar nicht lernen. Also dann Film ab, die Erwartungshaltung auf maximale Low-Stufe gedreht, denn ein tiefgründiger Titel wie "Ich piss auf deinen Kadaver" läßt ja zweifellos ganz große Prosa erwarten.
Man braucht nicht allzu lange um zu merken, das natürlich mal wieder samt und sonders alles stümperhaft inszeniert wurde, ohne jetzt auf Details rumreiten zu wollen. Irgendwelche Militärheines basteln sich einen bakteriologischen Kampfstoff zusammen, der an die Mafia vertickt werden soll, die ihrerseits den Cocktail an den Irak verscherbeln wollen. Dazwischen kommt aber ein Arzt, dessen beide Töchter und die inkompetentesten Soldaten der Welt. Schade, das wir die nicht damals gehabt hätten, dann hätte der zweite Weltkrieg keine fünf Minuten gedauert, denn diese Nulpen wären schlicht zu dusselig gewesen den polnischen Schlagbaum aufzubekommen. So beschießen sich am Ende die Soldaten mit Zopf und Sonnenbrille mit den Polizisten im schicken GSG9 T-Shirt aus etwa drei Metern mit ihren Spielzeugwaffen und der Zuschauer langt sich verzweifelt an den Kopf.
Stellenweise mußte ich aber sogar auch grinsen, wenn man beispielsweise bei einer Autoverfolgung vier- bis fünfmal in dieselbe Landstraße einbiegt, die Splattereffekte wirklich jeder Beschreibung spotten oder minutenlang ein nacktes Mädel von einem Auto verfolgt wird und nicht eingeholt wird. Über die Antileistungen der Darsteller (kennt man mittlerweile ja fast alle aus so Meisterwerken wie Maniac Killer oder Piratenmassaker) kann man sicher auch schon debil lächeln, man konnte sich sogar einen Ferrari und eine Limousine mieten (Wow, Budget-Overkill) und als dann noch Footage am Ende eines Bundeswehrmanövers eingeschnitten werden, muß jeder selbst entscheiden ob er sich schieflachen oder sabbernd der Demenz hingeben soll.
2/10