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Das Cover von "Art of the Devil" sieht sehr reißerisch aus und man glaubt einen harten Horror mit einigen Splatter-Szenen serviert zu bekommen. Der Film schlägt aber eine ganz andere Richtung ein.

Die Story dreht sich um die junge Boom ( Supakson Chaimongkol ) die eine Affäre mit dem reichen Geschäftsmann Prathan ( Tin Settachoke ) hat. Als sie von Prathan und 3 Freunden vergewaltigt wird, schwört sie bittere Rache. Einige Zeit später geschehen mysteriöse Morde und Selbstmorde bei den Tätern und deren Familien. Das Vermögen von Prathan geht an seine erste Ehefrau. Booms durst nach Rache ist aber noch nicht gestillt. Sie schleicht sich in die Familie ein und will mit weiteren Morden die Erbfolge beschleunigen um an das Vermögen zu kommen...

Der Film fährt auf der Okkultschiene und wartet mit viel Hokuspokus auf. Boom rächt sich mit der Hilfe eines bösen Zauberers der die entsprechenden Personen mit einem Voodoo Fluch verhext und so zur Strecke bringt. Das klingt spannend ist aber sehr einschläfernd inszeniert. Dabei ist die Atmosphäre sehr unheimlich und die Musik mit ihrem sehr düsteren klang wirklich gelungen. Ein bisschen gruseln kann man sich dabei schon aber an den Nerven zerrender Horror sieht anders aus.

Schade das man das Bild auf dem Cover gar nicht zusehen bekommt. Zwar spuckt jemand Rasierklingen aber das sieht im Film bei weitem nicht so übel aus wie man es sich vorstellt. Überhaupt sucht man etwas härtere Szenen vergeblich. Einzig eine Stelle ist mir im Gedächtnis geblieben, die gut inszeniert ist aber mehr Ekel hervorrufen kann. Und zwar ein Krankenzimmer voller lebendiger Aale.

"Art of the Devil" ist leider kein Asia-Schocker sondern ein seichter Voodoohorror mit Thriller-Elementen. Diese Mischung ist natürlich nicht neu aber auch nicht zu verbraucht. Leider erzeugt der Film nur wenig Spannung und so richtig fesseln kann er auch nicht. Dennoch kann "Art of the Devil" durch die düstere Atmosphäre und Musik eine unheimliche Stimmung erzeugen. Wenn man nicht mit zu hohen Erwartungen an den Film rangeht, kann er durchaus unterhalten und bietet lockere Gruselunterhaltung.

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