Kowalski, ein EX-Polizist und Rennfahrer, verdient sein Geld mit dem Überführen von Autos. Er schließt mit seinem Mechaniker eine Wette ab, innerhalb von 15 Stunden einen Dodge Challenger von Denver nach San Francisco zu überführen. Jegliche Regeln mißachtend und mit Amphetaminen aufgeputscht tritt er den Wettlauf gegen die Zeit an. Erwartungsgemäß wird er von Bundesstaat zu Bundesstaat von der Polizei gejagd. Dies sorgt landesübergreifend für einen großen Medienrummel. Ein blinder Radio-D.J. schlägt sich auf seine Seite und versorgt ihn durch das Radio mit Informationen über die Polizeieinsätze. Der Kreis zieht sich jedoch immer enger um ihn, was schlußendlich in einem dramatischen Finale gipfelt. Klingt alles ziemlich nach B-Picture, was es mit Sicherheit auch geworden wäre, wenn nicht (wie auch in Antonionis ZABRISKIE POINT) der Hippiezeitgeist und das Gesellschaftssystem in den End-60ern brilliant von Sarafian in Szene gesetzt worden wäre. Der Antiheld bestimmte zu dieser Zeit die Leinwand und der einsame Kämpfer gegen das Establishment scheitert zu guter Letzt an dem vorherrschenden System. Frei von Easy-Rider-Romantik und brilliant fotografiert wird nüchtern der Traum von Freiheit und Hoffnung seziert. Von dem 70er Jahre Look abgesehen fesselt der Film noch heute, da in jedem von uns ein kleiner Kowalski schlummert, der eines Tages aus seinem bürgerlichen Dasein ausbricht und in den Abgasen einer 380 PS starken Maschine alles hinter sich läßt.