Review

Atemlos ist ein Remake des französischen Nouvelle-Vague-Klassikers Außer Atem (1960) von Jean-Luc Godard und steht damit von vornherein im Schatten eines filmhistorisch deutlich bedeutenderen Originals. Leider gelingt es der amerikanischen Neuinterpretation nur selten, diesem Erbe etwas Eigenständiges oder Spannendes hinzuzufügen.

Rund 100 Minuten plätschert der Film weitgehend ereignislos dahin, ohne wirkliche Höhen oder Tiefen zu entwickeln. Spannung, stilistische Kühnheit oder emotionale Intensität bleiben größtenteils aus, sodass sich schnell ein Gefühl von Mittelmäßigkeit einstellt. Das liegt nicht zuletzt an Richard Gere, der in seiner Macho-Rolle stark zum Overacting neigt. Statt charismatisch oder rebellisch zu wirken, erscheint seine Figur oft eher nervig und aufgesetzt, was die Identifikation zusätzlich erschwert.

Der einzige wirkliche Lichtblick des Films ist Valérie Kaprisky. Mit ihrer Präsenz verleiht sie ihren Szenen eine gewisse Leichtigkeit und Eleganz, die dem Film insgesamt gutgetan hätte. Sie schafft es, zumindest ansatzweise Atmosphäre und Charme zu erzeugen und erinnert damit daran, welches Potenzial in der Geschichte gesteckt hätte.

Insgesamt bleibt Atemlos ein eher durchschnittlicher Film, der weder dem Original gerecht wird noch als eigenständiges Werk nachhaltig überzeugt. Für Fans von Richard Gere oder aus Interesse am Vergleich mit Godards Vorlage mag sich ein Blick lohnen, wirklich in Erinnerung bleibt dieses Remake jedoch kaum.

Details
Ähnliche Filme