Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich im Jahre 1916 in einem verträumten Fischerstädtchen an der amerikanischen Ostküste ereignete: Universitätsprofessor Steve Miller macht eines Tages eine unheilvolle Entdeckung: Ein Killerwesen in den Gewässern seiner kleinen Stadt! Doch alle Versuche Stevens, den Sheriff von der drohenden Gefahr zu überzeugen, schlagen fehl. Bis das gefräßige Ungeheuer auf arglose Bewohner losgeht. Doch nicht nur das: Auch Stevens einziger Sohn David scheint alle Warnungen in den Wind zu schlagen und denkt gar nicht daran, seinen geplanten Segeltörn abzusagen. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich herausstellt.
Immer wenn man denkt schlechter geht's nicht mehr, kommt die 9 Filme auf drei DVD Haihorror Box mit noch größerem Schotter daher. Dort wird der Kappes als Jurassic Shark 3 tituliert und ist ein wunderbares Beispiel dafür, das Fortsetzungen (nicht das die Streifen inhaltlich irgendetwas miteinander zu tun hätten) oft qualitativ absteigend in Relation zu aufsteigender Nummerierung sind.
Zuerst mal fällt leider mal wieder die deutsche Synchro unangenehm auf, bei der man mal wieder die größten Nulpen, die man für ne Flasche Schnaps und Zigaretten bekommen kann, vors Mikro gezerrt hat. Unpassender und emotionsloser kann man seine Lines kaum runternuscheln. Andererseits aber, für DEN Streifen würde ich mir auch kein verbales Bein ausreißen.
Auch gleich in den ersten Minuten merkt man die erschreckende technische Inkompetenz. Das Kameraequipment kann selbst der billigsten Fernsehproduktion kaum das Wasser reichen, die Kamera ist sehr statisch und wenn beim Dreh irgend so etwas wie ein Beleuchter anwesend gewesen sein sollte, geh ich freiwillig mit ein paar großen Weißen eine Runde Synchronschwimmen. Es verwundert schon das Zac Reeder danach nie wieder einen Film machte (davor ja auch keinen), denn sowas wie das ist normalerweise ein 1a Empfehlungsschreiben für die Jungs von Asylum.
Kommen wir doch mal zur Story. Da zuckelt mal wieder ein weißer Hai durchs Süßwasser und schnabuliert ein paar Nebendarsteller weg. Bleibt mal wieder die Frage wie das Vieh eben im Süßwasser überleben kann, da lügt doch entweder Wikipedia oder die Drehbuchkritzler hier haben keine Ahnung, ich würde mal eher letzteres vermuten. Auch ne lustige Geschichte ist die Berufswahl des Helden, da hat der Gute von Kindheitsbeinen an Angst vor Wasser, klar das da die einzig mögliche Berufswahl Meeresbiologe sein kann. Auch ein Lacher wert ist beim ersten Opfer. Diese wurde nachweislich im Wasserzerbissen und auf wen Tippen die Trottel von Sheriff und Biologe als Täter, natürlich auf einen Berglöwen. Ist das dämlich hier, da wunderts auch nicht mehr wenn der Hai Walfischgesänge von sich gibt.
Wer jetzt wenigstens auf blutige Freßszenen hofft, der kann auch gleich zuhause bleiben. Es gibt hier nicht eine Spur von Interaktion zwischen Hai und Opfer, keine CGI die wenigstens ein paar Blutspritzer verteilt. Hier wurde das so gelöst, das das Opfer schon selbst untertauchen muß und durch schlechte Schnittarbeit auf Archivaufnahmen irgendeiner Doku umgeschaltet wird. Das ist dann in etwa so spannend wie ein Aquariumsbesuch.
Hab ich erwähnt das die Darsteller auch Blech sind, die meistens außer diesem Machwerk keinen weiteren Auftritt in ihrem Lebenslauf führen? Das sind alles leblose Pappkameraden, außer der Hauptrolle, die ist immerhin durchschnittlich. Aber ob nun Papi seinen blöden Sohn, der mit seinen noch blöderen Freunden zum Planschen rausdümpelt, nun rettet oder nicht, war mir nicht nur egal, sondern ich war froh über jeden der Idiotenparade, die man nicht mehr im Bild ertragen mußte. Für mich ein klarer Fall für die 1 Punkt Mülltonne.
1/10