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Science-Fiction. In einer fernen Zukunft. Die Welt ist zum totalitären Staat mutiert. Die Menschen Leben unter der Erde und haben alle idividuelle Rechte verloren. Durch ein staatliches Drogenprogramm werden sie im Zaum gehalten. Liebe ist ebenso verboten, wie selbständiges Denken. Mittendrinlebt THX 1138. Als er von seiner Mitbewohnerin LUH3417 dazu gebracht wird seine Drogenration nicht mehr einzunehmen, verändert sich sein Leben. Doch der Staat entdeckt die beiden und sie werden getrennt und inhaftiert. THX kann fliehen und begiebt sich auf die Suche nach seiner Liebsten.

George Lucas legte mit seinem Debut 1970 einen ziemlich experimentell anmutenden Science-Fiction-Film hin. Der Anfang zeigt eine kalte Welt in der die Menschen praktisch genormt wurden und kaum Eigenleben hegen. Da hat Lucas sich augenscheinlich von den Werken George Orwells inspirieren lassen. Deprimierend und trotzdem einfühlsam wird die Geschichte des Menschen THX 1138 erzählt, der auszubrechen versucht. Im Grunde ist der Film als Plädoyer für Freiheit und  Individualität zu verstehen. Eine Thematik, die einem mit Blick auf das Entstehungsjahr nur logisch erscheint. Im Mittelteil wechselt die Stimmung von nachdenklich zu philosophisch, was der Unterhaltung und Identifizierung des Zuschauers mit dem Gezeigten, ziemlich abträglich ist. Also kein Produkt für das Massenpublikum, wie man von George Lucas üblicherweise gewohnt ist. Gegen Schluss wird es dann aber nochmals sehr dramatisch und wenn man Aufmerksam ist, kann man erkennen, dass Lucas einige Grundideen in die ersten Star Wars-Filme hat einfliessen lassen. Cineasten und (wie schon Angedeutet) Filmphilosophen, werden den Streifen jedoch verschlingen. Etwas zu den Mitwirkenden: Neben den beiden bekannten Hauptdarstellern (Duvall gelingt eine sehr intensive Performance) können wir Horrorikone Sid Haig (House of the 1000 Corpses, The Devil’s Rejects) und johnny Weissmüller jr. (Sein Vater gab in den 30er-Jahren den Tarzan) in Nebenrollen bewundern. Auch hinter den Kulissen gibt’s Bemerkenswertes zu vermelden. Produziert wurde der Film von keinem geringeren als Francis Ford Coppola und den tollen Soundtrack steuerte Lalo Schifrin (James Bond, Starsky & Hutch, Mission Impossible) bei.

Score: 7
Härte: 2

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