Für einen Polit-Thriller geht der Film bei weitem nicht genug in die Tiefe. Die Story ist simpel und überschaubar, rückt aber mit der Zeit in den Hintergrund, da sich der Fokus des Geschehens in der zweiten Hälfte des Films eher auf die Gefühle und die Vergangenheit der beiden Hauptpersonen konzentriert.
Eben diese werden solide von Nicole Kidman als Dolmetscherin im Dienst der UNO und von Sean Penn als Agent ausgeführt.
Die Story um einen Diktator, der eine etnische Säuberung angeordnet hat und dafür vorm Uno-Sicherheitsrat aussagen soll verläuft gradlinig. Nicole Kidman, die mitbekommen hat, dass auf diesen ein Anschlag verübt werden soll, versucht zusammen mit Sean Penn dies zu verhindern.
Durch die langen Dialoge und die vielen, teilweise überflüsigen, Verhöre von Kidman zieht sich der Film im Mittelteil zunehmend in die Länge.
Durch den Bombenanschlag auf einen Bus kurz vor Schluss wird wieder Spannung erzeugt, die sich in der Versammlung, wenn der Präsident während seiner Anhörung erschossen werden soll, noch weiter erhöht.
Die finale Wendung, dass der Anschlag vom Diktator geplant wurde, um mit dem Anschlag seine Greultaten begründen zu können, ist geschickt, da der eigentliche Täter nicht als Opfer eines Komplotts dargestellt wird.
Zudem kommt es durch diese Wendung doch noch zum Streitgespräch zwischen dem Diktator und Nicole Kidman, die durch den diesen ihre ganze Familie verloren hat und ihn mit einer Waffe bedroht, ihn aber auf Bitten von Sean Penn doch nicht erschießt.
Alles in allem ist der Film ein ganz ordentlicher Thriller, der trotz seiner relativ flachen Handlung zum Ende hin spannend und unvorhersehbar ist.