Review

"Bridget Jones" war der Überraschungserfolg 2001. So wirklich überraschend war es nu aber gar nicht, man sehe sich nur mal die Rezeptur an.

Da hätten wir den Einfluss von den schon auf dem Kinoplakat erwähnten Produzenten von "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" und "Notting Hill". Klar, dass Hugh Grant mitmacht, und dass der Film hoffnungslos romantisch und sehr humorvoll ist. Hugh Grant spielt erwartungsgemäß gekonnt gegen sein Image an, versucht den fiesen Obermacho zu geben, was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass seine tolpatschigen Auftritte aus der Vergangenheit zwar auf Dauer nervender wurden, aber immer sympathischer und ansprechender. Aber auch unsere völlige Antipathie erreicht Grant nicht. Dafür ist er wieder zu Hugh Grant. Die Zellwegger macht natürlich einen guten Eindruck, und hätte auch fast den Oscar bekommen... aber das erwartet man ja auch von einem solchen Film. Die Story. Naja. Großbritannische Version der weiblichen Singlestory á la "Ally McBeal", voller Stilmittel der tongebenden Serie - kuriose, Offkommentare, Leinwandtext und subjektives, verfilmtes Gedankengut. Das wirkt alles wie ein Mix aus "Notting Hill", "Ally McBeal" und einer weiblichen Version von "High Fidelity". Angereichert wird dies durch nette Nebenfigürchen, zum Beispiel ein homosexuelles One-Hit-Wonders aus den 80ern, und eine überkandidelte Mutter, die unterschwellig erotische Haushaltsware verkauft.

Also? Warum sollte der Film kein Erfolg werden? Es gibt genug Singles auf der Welt, die die Seelenstreicheleinheit aus "Bridget Jones" gut vertragen - besonders die weibliche Fraktion (den männlichen Vertretern lege ich immer noch "High Fidelity" ans Herz). War es gut? Ja. War es originell? Nein. Kann ich es weiterempfehlen? Ja. Würde ich den Film ein zweites Mal schauen? Nein. Daher gibt's 6 von 10 möglichen Punkten.

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