Relativ schnell nach dem großartigen Erfolg seines ersten Teils schob Amando de Ossorio gleich einen zweiten Teil nach, der zwar nicht mehr ganz die Atmosphäre des ersten Teils hat, dafür aber umso schneller und „actionreicher“ ist.
In dem kleinen portugiesischen Dorf aus Teil soll ein Fest anlässlich der Befreiung des Dorfes gefeiert werden. Im 14. Jahrhundert hatten die Templer hier Angst und Schrecken verbreitet, bis sie schließlich lebendig verbrannt wurden.
Als großes Finale soll es ein Feuerwerk geben, welches Jack Marlowe in dem Dorf aufbaut. Dort trifft er auch seine alte Liebe Vivian wieder, die nun die Verlobte des schmierigen Bürgermeisters ist. Vivian und Jack kommen sich schnell näher, was dem Bürgermeister nicht gefällt. In der Zwischenzeit reanimiert der Dorftrottel die Templer mit Hilfe dem Blute einer Frau zum leben. Es dauert nicht lange, bis die Templer über das Dorf herfallen. Der einzig, vorerst sichere Ort, scheint die Kirche des Dorfes zu sein...
OK, eins vorweg, dieser zweite Teil ist dermaßen unlogisch, dass man nur noch amüsiert vor dem TV sitzt. Wurde uns im ersten Teil doch noch gesagt, die Templer wurden ausgehangen und ihre Augen von Vögeln gefressen, so werden die Templer hier lebendig verbrannt und auch ihre Augen verbrennt man. Da fragt an sich natürlich, warum verbrennt man explizit die Augen, wenn man den Menschen danach eh verbrennt? Ferner hat man sich gedacht, ach, die Szenen aus Teil 1 waren so schön, da benutzt man die gleichen (z.B. wenn die Templer aufstehen) noch mal für den Film und koloriert sie ein wenig anders, schon spart man wieder Geld. Solche Hammerszenen gibt es im gesamten Film, so dass dieser Teil schon wirklich in tiefste Trashregionen abdriftet.
Auch die Schauspieler sind natürlich eine Klasse für sich. Noch schlechter als im ersten Teil hat man hier gewohnte Schemen. Ein strahlender Möchtegern-Held , ein böser und schmieriger Bürgermeister und natürlich ein Dorfdepp, der noch eine wichtige Rolle spielen wird. Die Schauspieler sind wirklich alle total unbekannt, bis auf Tony Kendall, den der eine oder andere vielleicht kennt aus anderen, insbesondere italienischen Filmen.
Warum dann die gute Bewertung, wenn ich bislang jetzt nur Kritik übe? Diese reitenden Leichen machen einfach Spaß, schon allein weil die Filme so billig rüberkommen. Dies erinnert ja an italienische Filme in ihren besten Zeiten. Hinzu kommt, dass dieser Film um einiges rasanter ist als noch der Vorgänger. Es dauert nicht lange, da sind die Leichen schon auferstanden und haben diesmal auch bedeutend mehr Screentime. So verwundert es auch nicht, dass hier mehr Blut fließt als noch im Vorgänger. Zwar wird hier nicht gewütet wie so in manch anderen Filmen, doch die F/X sind passabel und gewohnt billig in Szene gesetzt.
Man sollte jedoch die spanische Langfassung erwischen, die mehr Handlung und Goreszenen enthält als die internationale Fassung. Wie gesagt, diese F/X locken heute zwar niemanden hinter dem Ofen hervor, doch sie passen in ihrer Machart wirklich zum Film.
Die spanische Fassung weißt auch einen etwas anderen Schnitt auf als die internationale Fassung.
Fazit: Die weite Runde weißt ein viel höheres Tempo auf als noch der gemächliche erste Teil, der dafür atmosphärisch ein wenig besser war. Dazu muss man sich aber damit abfinden, dass dieser Film wirklich schon in tiefste Trashregionen abdriftet. Auch das Ende wirkt ein wenig einfallslos, aber passt auch zum Niveau des Film. Die reitenden Leichen geben hier ordentlich Gas, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.