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Vor fünfhundert Jahren wurde in einem kleinen spanischen Dorf eine Gruppe von Tempelrittern, die blutige und geheimnisvolle Rituale abgehalten haben, von der Dorfbevölkerung auf grausame Weise hingerichtet. Die Templer sprachen einen Fluch aus: Sie wollen wiederkommen, um sich zu rächen. Fortan ging diese blutige Begebenheit in die Geschichte des Dorfes ein und wird jährlich gefeiert.Wir befinden uns jetzt wieder in der Neuzeit. Genauer gesagt im Spanien der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts. In dem kleinen Dorf wird wieder dieses Fest gefeiert. Es ist der Dorftrottel Murdo, der durch das Blut einer geopferten Jungfrau die Templer auferstehen lässt. Als das Fest also am laufen ist, erscheinen diese unheimlichen, verwesten Kreaturen, auf ihren ebenso toten und verwesten Pferden. Wie schon im ersten Teil „Die Nacht der reitenden Leichen“, sind die Templer skelettierte Untote, die in fauligen, staubigen Kutten auf ebenso skelettierten und moderigen Pferden reiten. Wie schon in anderen klassischen Horrorfilmen wandelt der Tote Reiter nebst Pferd hier im Zeitlupentempo über den Bildschirm und all seine Geräusche ertönen in einem schauderhaften Hall. Allein diese Darstellung der sich zeitlupenartig fortbewegenden Untoten mit der dazugehörigen schauderhaften Geräuschkulisse, lassen den Film in teilweise alptaumhaften Bildern erscheinen. Natürlich gibt es auch eine art Rahmenhandlung in diesen kultigen Eurohorrorstreifen: Zum jährlichen Fest erscheint der Feuerwerksexperte Jack Marlowe um es richtig krachen zu lassen, nicht wissend, dass seine Ex, die jetzige Verlobte des schmierigen Bürgermeisters Duncan ihn angeheuert hat, um ihn wieder zu sehen. Um es kurz zu machen: Alte Liebe rostet nicht und so wollen sich die beiden Wiedervereinten lieber jetzt als gleich aus dem Staube machen. Es ist die Aktualität der jüngsten Ereignisse, die die Beiden nicht weit kommen lässt, denn im Dorf selbst ist bereits ganz groß Massaker angesagt. „Die Rückkehr der reitenden Leichen“ ist noch etwas spektakulärer, noch etwas gruseliger, noch etwas spannender als der erste Teil „Die Nacht der reitenden Leichen“ und er hat mindestens die gleiche schaurige Atmosphäre. Von den Vier Teilen für mich der Beste. Wer einen Bezug zum Horrorkino der siebziger oder achtziger Jahre hat, kommt an die reitenden Leichen sowieso nicht vorbei.

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