Review

Ein Jahr nach ihrem Erstauftritt kehren hier die untoten Templer zurück und zwar zur 500-Jahr-Feier ihrer Blendung und Verbrennung, um mal so recht ein spanisches Dort in Feierstimmung aufzumischen.

Hatte das Original wenigstens noch den Bonus, eine neue Art von Bedrohung kreiert zu haben (blinde Monster, die aber gut hören können und sich am Herzschlag orientieren), ist hier bereits die fröhliche Uneinheitlichkeit eingekehrt.
Wie immer bewegen sich unsere untoten Jungs samt Hottemäxe in glorreicher Extremzeitlupe, während uns extreme Blaufilter nur unzureichend den Tag zur Nacht machen können.

Die Uralt-Idee von den Besatzern, die sich in einer Kirche verschanzen, hätte da zwar so einiges Potential gehabt, aber die hölzernen Unsympathen, die man hier versammelt hat, lassen nicht mal geordnete Panikstimmung aufkommen.´
Tony Kendall - den Ruhm des "Kommissar X" hatte er nach sieben Filmen da schon hinter sich, spielt den schnieken Feuerwerksmeister, der seine holde Ex an der Seite eines schmierigen Bürgermeisters entdeckt, sie zurückgewinnt und dann von den Schergen des Mayor auf die Mütze bekommen soll.

Das ist aber nur so lange von Bedeutung, bis pünktlich zum Jahrestag, die Herren Templer vorbei schauen. Die kommen in Scharen und meucheln sich erst durch das Straßenfest und später durch die fliehenden Anwohner, während der Kern des Casts sich in der Kirche verschanzt.
Leider ist die folgende Dezimierung meistens von allerlei doofen Entscheidungen geprägt, die den langsamen Angreifern in die Klauen spielen.

Überhaupt wirkt es bald einschläfernd, wie langsam sich die Ritter ihren Opfern nähern, so daß die Betreffenden schon minutenlang wimmernd in einer Ecke stehen müssen, bis sie endlich mal dahingeschlachtet werden. Schön doof auch die Episode, in der Blondie und Dorftrottel versuchen, per unterirdischem Gang zu entkommen. Der Dorfdepp steckt am Zielort den Kopf raus und kriegt den Bregen gespalten. Es suppt zwar alles nach unten, aber Blondie hat nichts Besseres zu tun, als kreischend ebenfalls den Späher zu mimen, bis auch sie in Greifnähe angekommen ist.

Die Idee, mal flugs per Fackel die Zombie-Lancelots allesamt einzuäschern kommt hier keinem und so gähnt man sich durch die knappen 90 Minuten, bis alle drei Sympathen übrig sind. Wenigstens die Schlußeinstellung, die zerfallenden Leichen im entvölkerten Dorf, ist atmosphärisch gelungen, ansonsten ist das karge Kost mit ein wenig Blut und schlechtem Sleaze. Was aber zwei weitere Nachfolger nicht verhinderte. (4/10)

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