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Robert Altmans Chandler Umsetzung gehört mit Sicherheit zu den außergewöhnlichsten Marlowe Verfilmungen. Nicht nur, daß er das Szenario aus den 30er/40er Jahren in die 70er Jahre verlegt, er gestaltet auch die Hauptfigur um und fügt der Originalstory zeitgeschichtliche Elemente hinzu, entschlackt sie aber auch gleichzeitig.

Wie man es von Robert Altman Filmen gewohnt ist, liegt die Stärke nicht in der Story, sondern in einzelnen Szenen und "Nebensächlichkeiten", die liebevoll ausgespielt sind. Und das macht Spaß.
Schon in den Anfangssequenzen wechselt, je nach Szenenschnitt, die Interpretation des musikalischen Hauptthemas. Die Geschichte kommt zwar bröckelnd in Fahrt, hält aber durch das wunderbare Spiel der Darsteller den Zuschauer bei der Stange. Genau hier liegt die Stärke von "The Long Goodbye". Alleine schon die Auftritte mit Sterling Hayden sind ein schauspielerischer Genuss.
Sicherlich ist dieser Film nichts für den spannungserwartenden Krimifan, sondern eher für den aufmerksamen Cineasten.

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