Review

Mädchen, die vom Land kommen und in der großen Stadt Arbeit und Geld suchen um ihre Familie zu unterstützen. Mädchen, die aus reichen und an ihnen desinteressierten Familien kommen und ausbrechen wollen. Mädchen, die aus der engen und stockreaktionär orientierten Armut kommen und Freiheit suchen. Und als mehr oder weniger Bindeglied zwischen diesen Geschichten dient das  Mädchen, das Tag für Tag an den Einfallstraßen der großen Stadt von der eigenen Mutter verkauft wird, damit es abends was zu essen gibt.

„Eine Frau die zur Schule geht, das ist ja zum Lachen. Die sollen die Beine breit machen und sonst gar nichts!“

Keine schönen Geschichten, und beileibe kein „Report“, sondern bittere und oft traurig und wütend machende Geschichten aus dem Alltagsleben einer italienischen Großstadt Mitte der 70er-Jahre. Größtenteils von Laiendarstellern vorgetragen, stellt man beim Zuschauen mal wieder fest wie gut es einem heute geht. Allein der ewige Smog (es gibt nicht eine einzige Außenaufnahme bei der etwas anderes zu sehen wäre als ein grauer Nebel) lässt frösteln, genauso wie die Beziehungen der Menschen untereinander. Jeder Versuch ein wenig Wärme und Liebe zu bekommen endet unweigerlich in Schlägen und Prostitution, in Verrat und entmenschlichten Handlungen. Nein, schön ist der Film sicher nicht! Aber gut …

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